Porträt

laut.de-Biographie

Humane

Ein Model, das keinen Bock mehr hat, auf dem Laufsteg zu flanieren und deshalb zur Gitarre greift. Hört sich irgendwie bekannt an? Nachdem Carla Bruni 2003 mit "Quelqu'un M'a Dit" einen Überraschungserfolg landete, versucht es drei Jahre später auch Kim Herold. Diesmal sind es die Damen, die sich freuen dürfen, denn das ehemalige Gaultier-Model ist ein Mann.

1980 geboren, pendelt er schon als Teenager zwischen den Modemetropolen Paris, New York und Mailand. Neben seiner Tätigkeit auf dem Laufsteg ist er auch in Modemagazinen zu finden, unter anderen in Elle und Vogue. "Da interessierte sich keiner für das, was ich zu sagen hatte. Ich war nur ein Kleiderständer", erinnert er sich.

Nach sechs Jahren beschließt er, aus der Modebranche auszusteigen, kauft sich in Paris eine Gitarre und beginnt, Lieder zu schreiben. Er zieht zurück nach Helsinki und gründet Humane, der neben ihm auch Markku Metsola (Bass), Antti Ojala (Schlagzeug) und Kim Liljestöm (Gitarre, Keyboards) angehören.

"Ich will meine Gefühle mit den Zuhörern teilen", erklärt Herold den Sinn seiner Musik, die sich an Coldplay und Damien Rice anlehnt. Der sanfte Rockpop des Debütalbums "Welcome To This Wonderland" findet in der Heimat interessierte Zuhörer. So landet die erste Single "Rescue Me" in der finnischen Top Ten, die ersten Konzerte sind restlos ausverkauft.

Ein Erfolg, den Humane auch im restlichen Europa ins Auge fassen. "Welcome To This Wonderland" erscheint in Deutschland im Juni 2005. Auch wenn es nicht klappen sollte, schließt Herold eine Rückkehr auf den Laufsteg aus. "Für mich gibt's keine Alternative zur Musik. Ohne sie könnte ich nicht existieren."

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