Porträt

laut.de-Biographie

Howler

"Howler ist eine Punkband aus den 80ern, die gerade so aufgeräumt ist, dass man sie in eine Korsage stecken und mit zum Abschlussball nehmen kann", definiert Sänger Jordan Gatesmith seine Combo. Nimmt man noch den amerikanischen Surf-Sound der 60er hinzu, trifft es genau den Punkt.

Jordan Gatesmith kommt aus Minneapolis und nimmt mit 14 Jahren das erste Mal eine Gitarre in die Hand. Von ADHS geplagt, sucht der Teenager dringend nach Beschäftigung, um seine Hyperaktivität einigermaßen im Zaum zu halten. Musik machen und in einer Band spielen erscheint dem quirligen Außenseiter als perfekte Therapie.

Während sich andere Heranwachsende seines Alters an straßentauglichem Hip Hop und den neuesten Pop-Ergüssen erfreuen, hört Jordan lieber alten 60er-US-Rock und derben 80er-Punk. Doch so richtig weiß Jordan noch nicht, wohin die musikalische Reise gehen soll. Er tritt in der Folge diversen regionalen Bands bei, die zwischen Pop, Rock, Punk und Indie so ziemlich alles abdecken, was der Markt zur Verfügung stellt.

Glücklich wird der ambitionierte Gitarrist dabei nicht. Erst als sich Jordan Ende 2009 mit seiner eigenen Stimme auseinandersetzt, nehmen seine künstlerischen Visionen langsam Gestalt an. Eine eigene Band muss her. Er fängt an, eigene Songs zu schreiben und lässt sich dabei von The Cramps, den Replacements, Velvet Underground, den Ramones, den Beach Boys und David Bowie inspirieren.

Die Gleichaltrigen Max Petrek (Keyboard), Brent Mayers (Drums), Ian Nygaard (Gitarre)und France Camp (Bass) schließen sich dem quirligen Sänger an, und im Frühjahr 2011 – die Jungs sind allesamt noch keine zwanzig Jahre alt – zeigen sich bereits die ersten Labels angetan vom noisigen Indierock-Sound des Quintetts.

Rough Trade machen letztlich das Rennen um die Gunst der Newcomer und präsentieren im August desselben Jahres bereits voller Stolz die Debüt-EP "This One's Different".

Schneller als die Jungs gucken können, treten sie einen mittelschweren Hype los. Eine Supporttour mit Tapes 'N Tapes entlang der Ostküste folgt und auch das britische Königreich entzückt sich am antiquierten und dennoch zeitlosen Sound des Fünfers. Für den NME gehört Howler die Zukunft des Indierocks. Ende 2011 macht sich die Combo an die Arbeit: Das Longplayer-Debut "America Give Up" erscheint Anfang 2012.

Nebenbei klopfen noch The Vaccines an die Howlerschen Pforten und bitten um Toursupport. Doch das soll alles erst der Anfang sein, denn Jordan steckt sich gerne hohe Ziele: "Mein Kopf ist so voll, dass ich schon Pläne für unser drittes Album habe. Je größer alles wird, umso besser".

Alben

Howler - America Give Up: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2012 America Give Up

Kritik von Kai Butterweck

Zwischen Joey Ramone, Lex Interior und David Bowie: das erste Indierock-Ausrufezeichen 2012! (0 Kommentare)

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