Porträt

laut.de-Biographie

Hevia

Jose Angel Hevia Velasco ist ganz sicher eine einzigartige Erscheinung im Einerlei der Popmusik. Sein Instrument ist der Dudelsack, in seiner asturischen Heimat in Spanien schlicht "Gaita" genannt.

Als er mit seinem sonderbaren Gemisch aus typisch keltischen Elementen, orientalischen Rhythmen und afrikanischem Gesang zum ersten Mal ins Rampenlicht tritt, denkt nicht einmal seine Mutter daran, dass aus ihrem Jungen einmal ein gefeierter Star werden würde.

Hevia stammt aus Asturien, einer kleinen und gebirgigen Küstenregion an der nordspanischen Atlantikküste, die wie Irland, Schottland, Wales, Cornwall, die Isle Of Man und die Bretagne zum Kreis der keltischen Nationen gehört. Auch wenn der Dudelsack heute vor allem mit Schottland und Irland in Verbindung gebracht wird, spielte man in schon in grauer Vorzeit in ganz Europa auf diesem Instrument. Diese uralte Tradition war im Norden Spaniens fast ausgestorben und 1975 zählt man noch ganze 25 Leute, die dieses Instrument beherrschen.

Als kurz darauf jedoch ein Folkrevival einsetzt, beginnen mehr und mehr Leute sich für dieses seltsame Instrument zu interessieren. Auch der damals erst zehnjährige Jose Angel möchte unbedingt Dudelsack spielen. Gerade einmal achtzehn Jahre alt, beginnt er 1985, selbst Unterricht zu geben. Mittlerweile hat er auch einen Sitz im "Rat der Dudelsackspieler", der sich im Umfeld der Universität von Oviedo bemüht, das Gaitaspiel zu pflegen.

Hevia ist jedoch nicht nur ein begnadeter Spieler, er kümmert sich auch um die Weiterentwicklung seines geliebten Instrumentes. Denn er hat den elektronischen Dudelsack erfunden, der es ihm per Midi-Technologie ermöglicht, nicht nur die Töne eines Dudelsacks zu reproduzieren. Vielmehr kann Hevia mit seiner abgefahrenen Variante auch Flöte, Violine, Saxophon, Akkordeon und wenn es sein muss, alle Instrumente zusammen erklingen lassen.

Nach all den Jahren mit Spielen, Unterricht Geben und öffentlichen Auftritten, kam 1999 der Megaerfolg "Tierra De Nadie" auf den Markt und schoss aus dem Stand an die Spitze der spanischen Charts. Von dort aus tritt die Musik Hevias einen Triumphzug durch ganz Europa an. Sogar in Deutschland schafft es die Platte in die Top 20 der Charts und kann sich bislang über 15 millionen Mal verkaufen. Mittlerweile müsste sogar Hevias Mutter überzeugt worden sein, die bei seinem ersten öffentlichen Auftritt noch bitterlich geweint hat. Sie dachte, ein Instrument, das eigentlich den Bauern und Säufern vorbehalten sei, wäre nichts für den lieben Sohnemann.

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