Porträt

laut.de-Biographie

Heaven 17

Ursprünglich mit Human League verbandelt, entschließen sich Martyn Ware und Ian Craig Marsh mit dem neu hinzu gewonnenen Frontmann Glenn Gregory im Jahre 1980 fortan eigene Wege zu gehen. Das Unternehmen aus Sheffield, getauft auf den Namen Heaven 17, setzt bereits 1981 mit dem Debütalbum "Penthouse & Pavement" einen schwergewichtigen Meilenstein in der Synthiepop-Geschichte. Heaven 17 kombinieren hier völlig neue Sounds mit Funk-Elementen und Dance-lastigen Rythmen und sorgen so für reichlich Furore in der mächtig aufebbenden Elektro-Szene. Die zum Teil progressiven Lyrics setzen dem Ganzen die Krone auf.

Mit Erscheinen des zweiten Longplayers wird das Trio auch der breiteren Masse zugänglich. Heaven 17 jedoch auf ihre Chart-Erfolge wie beispielsweise "Temptation" oder "Come Live With Me" reduzieren zu wollen, wäre reichlich unangemessen. In den folgenden Jahren bewegen sich Ware und Co. auch schon mal konventionellen Instrumenten zu, verbergen jedoch nie ihre Vorliebe zu synthetischen Klängen. Nach einer 8-jährigen (!) Schaffenspause melden sich die Drei 1996 mit der Veröffentlichung von "Bigger Than America" eindrucksvoll zurück. Für dieses Album verwendet man wieder ausschließlich die guten alten analogen Gerätschaften und entsprechend gibts hier Heaven 17 vom Feinsten. Das Werk geht aufgrund mangelnder Promotion ziemlich unter.

In England supporten die Herren Erasure auf deren '97er Tour und meistern dort bravourös ihre Feuertaufe, im wahrsten Sinne des Wortes: Heaven 17 waren bis dahin nie live aufgetreten! Die anschließende eigene Headliner-Tour füllt die englischen Clubs bis zum Anschlag. 1998 kollaboriert die Band mit so unterschiedlichen Acts wie Roni Size, Adrian Sherwood, Giorgio Moroder und Freddy Fresh zusammen, Ergebnis: das Album "Retox/Detox". Mit Culture Club und ABC schwappen Heaven 17 ein Jahr später auf der 80s Revival-Welle auch nach Deutschland und spielen vor zahlreichen Retrogewillten.

Martyn Ware veröffentlicht in aller Stille mit Vince Clarke von Erasure zwei Ambient-Alben unter dem Pseudonym The Clarke/Ware Experiment (1999, 2001). Dazwischen gibt es von Heaven 17 die auf 1000 Exemplare limitierte Live-Scheibe "Live At Last" des '99er Konzerts in Glasgow, die ein Jahr später für alle zu spät Gekommenen als "How Life Is" inklusive dreier CD-ROM Video-Tracks nochmal aufgelegt wird. Im Frühjahr 2001 lässt Ware durchblicken, dass ein neues Studioalbum für Anfang 2002 in der Mache ist. Kurz darauf melden sich Heaven 17 zur "Here And Now"-Tour an: zusammen mit den ehemaligen 80s-Sternchen Kim Wilde, Paul Young, Curiosity Killed The Cat, T'Pau, Go West und Nick Heyward werden die größten Hallen Englands gebucht. Der Erfolg scheint vorprogrammiert: Alte Kollegen wie Human League oder ehemalige Mitstreiter wie Soft Cell sind schließlich auch gefragter denn je.

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