Porträt

laut.de-Biographie

Gregory Porter

Gregory Porter hat sein Herz an den Jazz verloren. "Ich mag die Freiheit, die er bietet", erklärt er die Wahl seines Lieblingsgenres. "Im Pop musst du einer Melodie treu bleiben. Im Jazz wirst du beinahe gezwungen, sie zu formen. Das entspricht meiner Persönlichkeit. Ich will es einfach jedes Mal ein bisschen anders machen." Die Liebe erwacht früh: Die Nat King Cole-Platten seiner Mutter entfachen die Leidenschaft.

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Gregory Porter kommt in Los Angeles zur Welt und wächst mit seinen zahlreichen Geschwistern im kalifornischen Bakersfield auf. "Meine Mutter sang und spielte ein bisschen Klavier", erinnert sich Gregory. Zusammen mit einem Bruder und einer Schwester bildet er ein Gesangstrio, singt später auch im Kirchenchor. Seinen Pfarrer führt Gregory später zusammen mit Nat King Cole, Joe Williams und Donny Hathaway als seine wichtigsten frühen Einflüsse an.

Zunächst hat Gregory allerdings eine Karriere als Sportler im Sinn. Er erhält ein Football-Stipendium an der San Diego State University. Seiner Liebe zur Musik frönt er nebenbei, singt in Jazz-Clubs in der Umgebung. Der Schwerpunkt verschiebt sich erst, als eine Schulterverletzung seine Profi-Sportler-Laufbahn beendet, noch ehe sie richtig begonnen hat.

Gregory Porter verlegt seinen Enthusiasmus vom Spielfeld auf die Bühne. Bei einem seiner Auftritte hört ihn der Saxophonist, Pianist und Komponist Kamau Kenyatta. Schwer beeindruckt von Soul, Gospel und Blues, die aus der Stimme des jungen Sängers sprechen, nimmt er ihn unter seine Fittiche. "Er hat mir alles beigebracht, das ich wissen muss", so Porter im Rückblick.

Kenyatta lädt Gregory Porter zu sich ins Studio ein, wo er zusammen mit Hubert Laws gerade dessen Tribute-Album an Nat King Cole aufnimmt. Laws zeigt sich sofort so begeistert vom Gesang des Kollegen, dass er seine Platte um einen gemeinsamen Bonus-Track erweitert.

Gregory Porter - Take Me To The Alley
Gregory Porter Take Me To The Alley
Eine Stimme voller Gefühl, Sehnsucht und Hingabe.
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Über Laws Schwester kommt Gregory Porter gleich an seinen nächsten Auftrag: eine Rolle im Musical "It Ain't Nothin' But The Blues". Die Produktion wird zunächst am Denver Center For Performing Arts aufgeführt, gastiert aber bald schon am Broadway. Gregory Porter feiert Erfolge als Schauspieler, schreibt auch selbst ein teilweise autobiografisches Stück mit dem Titel "Nat King Cole & Me". "Ich sah meine Zukunft aber nie ausschließlich im Theater."

2009 unterschreibt er demzufolge einen Vertrag bei Motéma Music, im Mai darauf erscheint sein Debüt "Water". Das trägt Gregory Porter eine Grammy-Nominierung für das beste Jazz-Album ein. Wynton Marsalis feiert seinen Kollegen als einen "fantastischen jungen Sänger". Die Presse überschlägt sich schier.

Gregory Porter tritt - zusätzlich zu seinen regelmäßigen Shows in Jazz-Clubs - auf Festivals und in Fernsehshows auf und vergrößert so seine Fangemeinde ungemein. 2012 legt er seinen zweiten Longplayer "Be Good" nach.

Das Werk verbucht ebenfalls eine Grammy-Nominierung, tatsächlich gewinnt Gregory Porter den weltweit angesehensten Musikpreis für das nächste: "Liquid Spirit" wird als Jazz-Gesangsalbum des Jahres 2013 prämiert. Im Jahr darauf darf Gregory Porter noch einen Jazz-Echo für den besten internationalen Sänger daneben stellen.

Kein Grund offenbar, um sich auf die faule Haut zu legen: 2014 veröffentlicht Porter neben "Great Voices Of Harlem" auch noch "Issues Of Life", eine Sammlung von Featutres und Remixen. Das nächste richtige Solo-Album erscheint 2016: "Take Me To The Alley" setzt den mit "Be Good" und "Liquid Spirit" eingeschlagenen Weg nahtlos fort.

Gregory Porter begeistert Fans und Kritiker nicht nur mit seinem ausdrucksstarken Bariton, in dem die ganze Geschichte der schwarzen Musik mitzuschwingen scheint. Auch sein ausgefeiltes Songwriting und seine Texte bescheren im Lorbeeren.

"Meine Songs beginnen meistens mit einer persönlichen Erfahrung", erklärt er seine Vorgehensweise. "Ich versuche aber, keine allzu starre Perspektive einzunehmen. Ich möchte jeden Hörer auf seine oder ihre ganz spezielle Art berühren. Dabei kommt es auf die Lyrics genau so an wie auf das, das man zwischen den Zeilen lesen kann."

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