Porträt

laut.de-Biographie

Goldie Lookin Chain

Mehr als 21 Rapper, Breakdancer, Produzenten bzw. DJs sollen an der Goldie Lookin Chain beteiligt sein. Ob das stimmt, ist weder be- noch widerlegt, aber man darf es gut und gerne bezweifeln. Denn die Goldkettchen-Crew sagt viel, aber nie etwas Richtiges. Das ist Bestandteil ihres Programms bzw. ihres Band-Verständnis: alles, was bei drei auf den Bäumen ist, wird verarscht. Die Hip Hop-Kultur an sich natürlich im Besonderen.

So lief Gründungsmitglied Chon Ben-Wa Balls (aka Mr. Love Eggs) der Legende nach schon 1983 durch das beschauliche Örtchen Newport in England und "verbesserte" die Dialoge einiger beliebter TV-Shows mit seinen Lieblingsschimpfworten. Dreizehn Jahre später soll dann Beatmaster Dwayne Xain Zedong begonnen haben, sich intensiv mit einer Maschine namens "Rave Generator" auseinanderzusetzen und langsam die dicken Beats aufzutischen. Nach einem zufälligen Treffen der beiden entstand ein erster Rohbau der Goldie Lookin Chain.

Über die Jahre wechselt das Line-Up (und wohl auch die Entstehungsgeschichte) ständig. Inzwischen gehören acht Pseudo-Gangsta zum harten Kern der Goldie Lookin Chain, die auf Namen wie Adam Hussain, Two-Hats oder The Maggot hören.

Nachdem man in den letzten Jahren nur online jegliches Hip Hop Klischee durch den Spaß-Wolf drehte und sein Kasperle-Theater ausschließlich auf der eigenen Webseite veröffentliche, war es 2003 an der Zeit, an eine breitere Öffentlichkeit zu gehen. Goldie Lookin Chain geben ihr erstes Konzert.

Der Klamauk auf Old-Schooligen Beats, die gerne mit 80er-Keyboards und Spielautomaten-Gefrickel verfeinert werden, scheint den Engländern zu gefallen. Die erste Singleauskopplung "Guns Don't Kill People, Rappers Do" rennt in die oberen Reihen der englischen Charts. Und das, obwohl ein Auftritt bei Top Of The Pops wegen dem "anstößigen" Titel, der eine Referenzen an Schusswaffen sein soll, verboten wird.

Darüber lachen die Jungs in den großen Klamotten natürlich nur und veröffentlichen schnell die neue Single "Your Mother's Got A Penis". Ihr Debüt-Album "Greatest Hits" – eine Sammlung der spaßigsten Späße aus den letzten Jahren – erscheint im Oktober 2004 auch in Deutschland.

Nachdem das erste Album einige Erfolge einfährt (Platz fünf in den UK Album Charts), veröffentlichen Goldie Looking Chain bereits ein Jahr später den Nachfolger "Safe As Fuck". 2006 folgt trotz aller Erfolge der Rauswurf bei ihrem Label. Daraufhin gründen Gold Lookin Chain einfach ihr eigenes Label Gold Dust Records. Ein neues Album ist noch für das Jahr 2007 geplant.

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