Porträt

laut.de-Biographie

George Fitzgerald

Wenn dir die moderne elektronische Tanzmusik Übelkeit bereitet, setz' dich am besten selbst an den Computer, starte den Sequenzer - und mach' es besser! Schließlich kannst du nur so sicher sein, anschließend etwas zu hören, was dir gefällt.

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So oder so ähnlich muss George Fitzgeralds Künstlererwachen vonstatten gegangen sein. Wortwörtlich erklärt der gebürtige Engländer und Wahlberliner im Interview: "Mir wurde beim Hören oberflächlicher Dance Music irgendwann richtig schlecht."

Damit spielt Fitzgerald auf die Vertragsunterschrift beim renommierten Indie Domino an. Nach clubbigen Veröffentlichungen auf House- und Technolabels wie Scubas Hotflush Recordings und Will Sauls Hypercolour wagt der Produzent den Sprung in den populären Elektronicabereich. Damit bewegt er sich ein gutes Stück weg von seiner Augenzeugenschaft bei der Geburtsstunde des Dubstep Mitte der Nullerjahre.

Seinerzeit verdient sich Fitzgerald in einem Plattenladen seinen Lebensunterhalt, beobachtet und lernt. Doch erst mit dem Umzug nach Berlin 2010 beginnt er eine aktive Produzentenlaufbahn. Dort trifft der Brite nämlich auf Scuba, der ihn für seine Plattenfirma zur Vertragsunterzeichnung bittet.

Gegen Jahresende 2012 verantwortet George Fitzgerald bereits einen respektablen Satz R&B-beeinflusster, melancholischer Clubtracks sowie vielbeachtete Remixe für Jessie Ware und BBC Radio 1's Essential Mix-Serie. Nach der Unterschrift beim Domino-Sublabel Double Six Recordings entfernt sich der Producer deutlicher denn je vom Garage/2Step-UK-Sound seiner Prägejahre.

Der DJ, der regelmäßige Buchungen für das Berliner Berghain vorweisen kann, begibt sich in die spannende Grauzone aus cleverer elektronischer Musik und Pophouse à la Disclosure. Erst sorgen eine scheiternde Liebesbeziehung und die wachsende Frustration mit Clubmusik für Verzögerungen beim Debütalbum "Fading Love", später jedoch inspirieren ihn gerade diese Verlustgefühle.

"Es ist definitiv ein Schlussmach-Album", sinniert Fitzgerald. "Eine sehr persönliche Platte über eine zerbrechende Beziehung. Aber auch über meine verlorene Liebe dem Club gegenüber." Wie einige andere Künstler auf Domino vor ihm tauscht Fitzgerald die Eindeutigkeit des Strobolichts gegen die Gefühlsäußerungen eines Four Tet oder Jon Hopkins.

Produktionstechnisch setzt der Engländer fortan auf das gleiche Equipment, das Kraftwerk für ihre ersten drei Studioalben verwendeten. Ergo ist ihm eine analogere, nicht zu glatte Soundästhetik überaus wichtig. Daneben scheint er damit nicht zu liegen. Sechsstellige Gefallensbekundungen in einschlägigen sozialen Netzwerken kommen schließlich selten von ungefähr.

Alben

Termine

Mo 19.03.2018 München (Ampere)
Di 20.03.2018 Berlin (Schwuz)
Mi 21.03.2018 Köln (YUCA)

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