Porträt

laut.de-Biographie

Generation Aldi

Generation Aldi ist das Vorzeigeprojekt eines jungen Münchners namens Bülent. Eigentlich kommt er aus dem Dunstkreis der Hardcore- und Punkszene, sieht aber bald ein, dass auf diesem Sektor nicht viel Kreativität zu finden war. Seit den 90er Jahren verdient sich der manische Soundtüftler sein täglich Brot im Bereich Hörspiele, Installationen, Kompositionen und Auftragsarbeiten für diverse Musikproduktionen. Die Gruftisounds der 80er Jahre haben es ihm ebenfalls sehr angetan und so werkelte er unlängst mit den Jungs von Deine Lakaien. Für Andrew Unruh (Einstürzende Neubauten) hat er "Euphorie im Zeitalter der digitalen Informationsübertragung" produziert. Da ihn die Credits der Platte aber nur im Nebensatz erwähnten, hatte er von derartigen Kollaborationen genug.

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Hometrainer / Generation Aldi "In der Gitarrenrichtung passiert nicht mehr viel!"
Im Dezember 2000 stand die Konstanzer Provinz wieder unter dem Zeichen "Bayerische Elektropopschmankerl". Das Musikdorf Weilheim entsandte Vorzeigepopper Hometrainer an den Bodensee mit seinem Kollegen Generation Aldi aus München.

Ende der 90er kam er dann mit dem eigenen Ding auf den Plan - Generation Aldi - ein elektronisch orientiertes Konzept, das sowohl der Synthetik-Ästhetik der 80er Jahre als auch dem frühen Techno Referenz zuwendet. Ein digitaler Overkill aus Samples, fettesten Industrial-Beats und bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Vocodervocals, bösartig und zum Tanzen verlockend. Abgerundet mit diesem unvergleichlichen 80er Elektro-Flair. Provokant auch die Songtitel, die so klangvolle Namen wie "Arschlochpiercing", "Zitronenmuschi" oder "Oma Herzinfarkt" tragen und dem Endverbraucher in puncto Interpretation gehörig auf die Sprünge helfen.

Eigentlich war Generation Aldi als reines Liveprojekt gedacht. Verwunderlich nur, dass sich Bülent damit auf eine ausgedehnte Balkan-Tour machte, die ihn von Bratislava über Sarajevo und den Kosovo bis nach Tschetschenien brachte und mit einem exklusiven Gig in Afghanistan endete. Gerüchte zufolge kam es bei einem Konzert in Kabul zu Tumulten unter den Zuhörern. Die Besucherinnen rissen sich ihre Schleier vom Kopf, um sie dem wilden Digital-Derwisch Bülent auf die Bühne zu werfen. Noch in der selben Nacht sah sich Bülent gezwungen, Esel mit seinem Equipment zu beladen und über die Berge das Land zu verlassen.

Nach all dem Trubel konzentriert sich Bülent nun wieder auf die Studioarbeit und bringt nach der Hammer-EP "Super Aldi" bald sein Longplayer-Debut "Fettlecker" beim Vorzeigeelektrolabel Payola unter Dach und Fach. Weitere Veröffentlichungen sind in Vorbereitung.

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