Porträt

laut.de-Biographie

Flatbush Zombies

Eine gemeinsame Jugend in Brooklyns Nachbarschaft Flatbush, ganze Kartoffelsäcke voll THC-haltiger Pflanzen und Passion sowohl für Zombie-Trash als auch Waffeln bringt Meechy Darko, Zombie Juice, und Erick Arc Elliott als Jugendliche zueinander.

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Im September punkten Zweitligisten vor den Rapsuperstars. Mit dabei: Yo Gotti, Loaded Lux, Flatbush Zombies und Young Scooter.

Letztgenannter verschwendet seine frühen Jahre im migrantisch geprägten Stadtteil nicht allzu sehr mit Highschool-Abschlüssen, sondern bastelt zunächst für sich Beats. Elliots großer Bruder zwingt ihn, die Lyrics von Wu-Tang Clans "Protect Ya Neck" auswendig zu lernen. Die Mutter kauft ihm die erste Roland-Beatmachine.

Eines Tages greift sein Freund Meech als Mittel gegen Langeweile zum Mikrofon. Aus dem Rap-Ding, das zunächst reines Selbst- und Freunde-Entertaining sein soll, erwächst mit der Zeit eine Sammlung mehr als solider Tracks. Die MCs Meech und Juice, die Notorious B.I.G., Snoop Dogg und Busta Rhymes als Vorbilder und "Return Of The Living Dead" als filmische Inspiration nennen, tragen immer regelmäßiger zu den Stücken bei.

Am Ende einer langen verkifft kreativen Nacht Ende 2011 entsteht der Song "Thug Waffle" – die eigentliche Geburtsstunde der Flatbush Zombies. Die zwei Rapper mit Beatmaker im Hintergrund beschließen, das Slacker-Dasein zumindest ein wenig zurückzufahren und arbeitet fortan konsequent an der eigenen Vorstellung von New School Rap.

Mit Synthesizern am Rande des Wahnsinns zwischen South, Swag und Suchtklinik zu sehr expliziten Lyrics durchbrechen die goldbezahnten Zombies die Marihuanaschwaden und veröffentlichen nach rund anderthalb Jahren Mitte 2012 das erste Gratis-Mixtape "D.R.U.G.S.". Zu diesem Zeitpunkt haben die Waffelhymne und sukzessive Videos (u.a. mit A$AP Mob) bereits die Hip Hop-Tumblrs der Welt erobert.

Durch Untoten-Thema und Odd Future-mäßigen Antistyle leihen auch Indie/Hipster-Institutionen wie Vice und Pitchfork den New Yorkern ihr Ohr. Außerdem gibt sich Popphänomen Lana Del Rey als Fan zu erkennen. Dem ein oder anderen Majorlabel-Angebot sagen die Flatbush Zombies dennoch zunächst ab, um sich mehr Zeit zu geben: für künstlerische Reifung, Auftritte mit Danny Brown und A$AP Rocky … und für den nächsten Sack Weed.

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