Porträt

laut.de-Biographie

Donato Dozzy

Der Prophet im eigenen Land, gilt oftmals nicht viel. Erst wenn er der Heimat den Rücken kehrt und in der Fremde die Anerkennung sucht, die ihm zu Hause verweigert bleibt, wächst auch daheim sein Ansehen. Der römische Produzent und Discjockey Donato Scaramuzzi kann davon ein Lied singen.

Seit den Acid-House-Tage Ende der 80er Jahre gehört er als fester Bestandteil zum Nachtleben der italienischen Hauptstadt. Unter seinem Künstler-Alias Donato Dozzy legt er als DJ auf und macht sich schon früh mit Studioequipment vertraut, auf dem er dann seine ersten eigenen Tracks produziert.

Trotz vielfältiger Aktivitäten als Resident-DJ, Partyveranstalter und Produzent bleibt elektronische Musik für Donato Dozzy stets eine Leidenschaft, die sich nicht zum Beruf machen lässt.

Während der 90er Jahre verlegt der Römer seinen Fokus deshalb zeitweise stärker in Richtung Wissenschaftskarriere. Er studiert Politikwissenschaft, promoviert auch in diesem Fach. Angestrebtes Ziel: eine Position im diplomatischen Dienst. Irgendwie packt ihn dann aber doch seine Musikleidenschaft noch einmal richtig und er setzt alles daran, seiner Karriere endlich den notwendigen Kick zu geben.

Mit Erfolg, wie sich ab 2004 zeigt. Seine ersten Maxi-Releases erscheinen, er entwickelt mehr Selbstbewusstsein, was seine eigenen Tracks angeht, schickt sie Produzenten, deren Sound er bewundert und zählt schon bald unter anderem Mathew Jonson zu seinen Freunden und Förderern.

Im gleichen Jahr zieht er nach Berlin, wo er zum Afterhour-Resident-DJ in der noch jungen Panorama Bar aufsteigt. Drei Jahre bleibt Dozzy in Berlin, verbessert seine Produktionstechniken, vernetzt sich bestens mit den Berghain-Künstlern und kehrt 2007 als in Kennerkreisen gefeierter Techno-DJ nach Italien zurück.

Nach Maxi-Releases auf Mental Groove, Curle Recordings und Mule Electronique erscheint 2010 mit "K" sein erstes Album, gefolgt vom Longplayer seines zusammen mit dem Produzenten Neel gestarteten Projekts Voices From The Lake.

Bei den Releases von Dozzy klingen trotz aller Abstraktion immer auch seine Psychedelic-Wurzeln, die Vorliebe für The Who, mit an. Seine Tracks lassen sich irgendwo zwischen Ambient, Dub und Techno verorten.

Diese Genres bilden die Fixpunkte in den DJ-Sets von Donato Dozzy, die ihre graduellen Veränderungen auszeichnen und die einen ausgeprägt hypnotischen Charakter entfalten.

Alben

K (2010)

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