Porträt

laut.de-Biographie

Dionne Bromfield

Wer mit gerade einmal fünfzehn Jahren bereits auf zwei Solo-Alben verweisen kann, der nennt entweder ein außergewöhnliches Talent sein Eigen, oder er oder sie erfreut sich an prominenten Förderern im näheren Umfeld. Dionne Bromfield hat beides.

Bereits mit zehn Jahren nimmt die 1996 in London geborene Dionne Bromfield professionellen Gesangsunterricht. Soulmusik genießt in ihrem familiären Umfeld eine besondere Bedeutung. Sowohl der etwas rauere Southern-Soul, als auch die Motown-Klänge laufen im Kinderzimmer von Dionne rauf und runter.

Mit elf Jahren klopft sie bei ihrer Patentante an die Tür und versucht diese mit ihrem Gesangstalent zu überzeugen. Die besagte Patentante ist keine Geringere als Amy Winehouse. Die mehrfache Grammy-Gewinnerin ist sichtlich angetan und kontaktiert den befreundeten Produzenten Jo Moon.

Auch dieser zeigt sich begeistert vom Stimmorgan der smarten Dionne und macht Nägel mit Köpfen. Er stellt ihr die Tourmusiker von Amy Winehouse an die Seite und schleift das ganze Rudel ins Studio. Schnell reifen das Konzept und die Idee eines Coveralbums heran. Das Ergebnis, ein kunterbunter Potpourri aus Soulklassikern der sechziger und siebziger Jahre, erblickt im Jahr 2009 unter dem Albumtitel "Introducing Dionne Bromfield" das Licht der Welt.

Der Weg ist geebnet, doch neben wachsenden Fanbekundungen machen sich in der Öffentlichkeit auch erste kritische Stimmen breit, die Bromfield zu einer Reaktion verleiten: "Natürlich hat mir Amy geholfen. Ich meine, wer hört schon weg, wenn eine Grammy-Preisträgerin einem erklärt, auf was man beim Gesang achten sollte? Aber ich werde meinen eigenen Weg gehen", erklärt die junge Britin forsch.

Das Debüt sprengt zwar nicht die Charts, wird aber auf der Insel durchaus wohlwollend aufgenommen. Zwei Jahre später beschäftigt sich die inzwischen Fünfzehnjährige erstmals mit eigenen Songideen.

Mittlerweile gehören Branchen-Kolleginnen wie Beyoncé und Jessie J zu ihren musikalischen Vorbildern: "Mein Lieblingssong von Jessie J ist 'Big White Room'. Es geht darin um Geduld und wie man aus einer schlechten Situation etwas Produktives entstehen lassen kann. Das hat mich sehr inspiriert", schwärmt die Engländerin.

Auch das zweite Album von Bromfield, das unter dem Titel "Good For The Soul" im Juli 2011 veröffentlicht wird, entsteht abermals unter großem Einfluss ihrer berühmten Patentante: "Wenn es ans Singen ging, sagte Amy Sachen wie: 'Ich denke, du solltest an dieser Stelle ein Riff einfügen' und ich fragte: 'Wirklich?' Und dann habe ich es gemacht und es hat mir nicht besonders gefallen. Aber nachdem ich es nochmal angehört hatte, fand ich es gut, sie war wirklich eine große Hilfe", würdigt Dionne die Gabe der verwandten Winehouse.

Drei Tage vor ihrem Tod absolviert die 27-jährige Sängerin am 20. Juli 2011 ihren letzten öffentlichen Auftritt als Gast des Dionne-Konzerts in Camden. Gemeinsam singen sie die Shirelle's-Nummer "Mama Said", wobei sich Winehouse vorwiegend aufs Tanzen konzentriert.

Noch vor dem Tod der berühmten Tante hält Dionne Bromfield ihren weiteren Weg im Show-Biz für die Zukunft offen: "Ich habe noch so viele Ambitionen. Ich gehe ja nebenher auch noch zur Schule. Ich würde irgendwann auch sehr gerne fürs Fernsehen arbeiten. Das war schon immer ein Traum von mir."

Alben

Videos

Yeah Right
Ouch
Good For The Soul - Album Release Video
Albumtrailer + Interview

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