Porträt

laut.de-Biographie

Dimitri From Paris

Wie sich an seinem Namen unschwer ablesen lässt, ist Dimitri Franzose. Und er verkörpert das "savoir vivre" unserer Nachbarn, man könnte auch sagen den Chic, wie kein zweiter Protagonist der DJ-Kultur in Frankreich. Seit frühester Jugend dem glitzernden Glamour der Discos verfallen, ist Dimitri From Paris einer der großen Wegbereiter elektronischer Tanzmusik in Frankreich. Ganz gleich ob Air oder Daft Punk, sie alle genießen in den späten 80er und frühen 90er Jahren die musikalische Erziehung durch ihren Oberlehrer Dimitri, der mit seinen House, Funk, Soul, Disco und Hip Hop-Tunes allwöchentlich beim Pariser Sender NRJ auf Sendung geht.

Darüberhinaus gehen weit über hundert Remixes auf sein Konto. Die isländische Eisprinzessin Björk vertraut genauso auf Dimitris Handwerkskunst, wie die Manchester-Ikone New Order oder Multitalent Quincy Jones. Dimitri, in der Türkei zur Welt gekommen, steigt über das Radio zum gefragtesten DJ Frankreichs auf. Nach der Schule jagt er ab 1986 für den Sender Skyrock wöchentlich die neuesten Disco- und House-Tracks über den Äther und sticht damit in ein Wespennest. Die Sendung mausert sich innerhalb kürzester Zeit zum Kult unter der gerade neu erwachenden Club-Szene von Paris und bringt Dimitri schon ein Jahr später ein Engagement bei Radio NRJ ein, wo er bis 1994 die Tanzkultur mit Neuigkeiten versorgt.

Zu Beginn der 90er Jahre begeistern sich auch die Modeschöpfer in der französischen Hauptstadt für die glamourösen Remixes und Turntable-Künste von Dimitri und lassen sich Soundtracks für ihre Präsentationen auf dem Catwalk zusammenstellen. Jean-Paul Gaultier lässt seine grazilen Models ebenso zu Dimitris Tunes den Laufsteg auf und ab schlendern wie Karl Lagerfeld, Chanel oder Yves Saint-Laurent.

1997, mit reichlich Remixes auf dem Buckel, nimmt Dimitri endlich seinen ersten Longplayer "Sacrebleu" in Angriff, der sich prompt zum absoluten Topseller auswächst. 300.000 Einheiten bringt der Franzose allein im Veröffentlichungsjahr unters Volk und bereitet mit seinem loungigen Mix aus Jazz, House und Soul den Weg für Air, die im Jahr darauf mit ihrem Debütalbum "Moon Safari" zum Inbegriff der neuen französischen Leichtigkeit werden.

Während Air ihren Ruhm genießen, stöbert der notorische Plattenchecker Dimitri in seinem Archiv. Ziel der Aktion: für seinen Auftritt in Hugh Hefners Playboy Mansion braucht er ein Koffer prall gefüllt mit sexy Tunes, schließlich sollen die anwesenden Hefner-Häschen für den Abend in Schwung kommen. Die auf CD gepresste Nachbereitung "A Night At The Playboy Mansion" erweist sich 2000 als Publikumsrenner, genauso wie der Nachfolger "After The Playboy Mansion" zwei Jahre später.

2004 kommt Dimitris zweiter Longplayer "Cruising Attitude" nach einem Umweg über Japan auch in Europa in die Plattengeschäfte. Noch im selben Jahr tut sich der passionierte Ebayer und Plattensammler Dimitri mit einem Bruder im Geiste zusammen; dem britischen DJ Dave Lee aka Joey Negro. Beide holen die besten und seltensten Disco-Tunes aus ihren Archiven, fertigen spezielle DJ-Edits an und bestücken damit die Compilation "The Kings Of Disco"; eine alles andere als alltägliche Ehrerweisung an den Glamour der späten 70er und frühen 80er Jahre.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare