Porträt

laut.de-Biographie

D'espairsRay

Eine der wichtigsten und bekanntesten Bands im japanischen Visual Kei-Genre sind die aus Tokio stammenden D'espairsRay. Sänger Hizumi, Gitarrist Karyu, Basser Zero und Drummer Tsukasa mögen sich optisch nicht direkt als Angehörige der männlichen Bevölkerung äußern, aber der exzessive Gebrauch von Kajal und anderen Schminkutensilien ist nun mal ein wichtiger Bestandteil der Visual Kei-Szene.

Alle vier haben schon in anderen Bands ihre Erfahrungen gesammelt, ehe sie im September 1999 D'espairsRay ins Leben rufen. Nachdem sie ein Jahr zusammen spielen, erscheint die erste Single, der eine weitere und im Juli 2000 eine EP folgt. Grundsätzlich ist ihre Musik im Gothic-Rock verwurzelt, jedoch mischen sie auch heftigere Sachen hinzu, in Verbindung mit asiatischen Klängen. Im Februar 2001 touren D'espairsRay zum ersten Mal erfolgreich durch ganz Japan und werden schnell zu Publikumslieblingen.

Im Frühjahr 2003 legen sie mit der nächsten Single nach und touren ein weiteres Mal und deutlich ausgiebiger durch Japan. Ganze dreimal sind sie in diesem Jahr auf Achse und etablieren sich bis zum Jahresende auch bei den Organisatoren der stetig wachsenden Visual Kei-Szene. Fortan ist das Quartett ständig irgendwo unterwegs und bringt Ende April die zweite EP "Born" auf den Markt. Im Oktober stehen auch die ersten Gigs in Europa auf dem Plan. Die Tour läuft unter dem klangvollen Titel 'Wollust ward dem Wurm gegeben'. Is klar, ne?

Von ihren zahlreichen Auftritten haben sie mit der Zeit genügend Material zusammen, um 2005 die DVD "Murder Day" zu veröffentlichen. Über das kleine deutsche Label Gan Shin erscheint Ende Juni das Debüt "[Coll:set]", das im Januar 2006 über Universal neu aufgelegt wird, da der Visual Kei-Hype langsam auch in Deutschland anläuft. Der Starkult, der dabei um die Personen betrieben wird, ist bei allem Respekt schon beinahe lächerlich. So erfährt man zwar nirgends interessante Einzelheiten über die Musiker, dafür aber über die bevorzugten Zigarettenmarken der androgynen Japaner.

Auf "[Coll:set]" präsentieren D'espairsRay eine Mischung aus Gothic Rock, Nu Metal, elektronischen Spielereien und ein paar japanischen Stilelementen, mit teils japanischen, teils englischem Gesang. Vor allem die Jugendzeitschrift BRAVO findet mächtig Gefallen an der japanischen Hype-Vollbedienung und stellt den Musikern essenzielle Fragen der Marke "Wie war eure Kindheit?" (Antwort: "Weder gut noch schlecht") und "Was fällt euch zu Außerirdischen ein?" (Antwort: "Aliens, UFOs"). Essentiell ...

In der realen Welt sind die vier Japaner sowohl in den USA, als auch in Europa immer erfolgreicher. Dazu tragen sowohl die CDs "Mirror" (2007) und "Redeemer" (2009), als auch die beinahe inflationär veröffentlichten Singles und DVDs bei. Da eine Compilation bislang im Repertoire noch fehlt, kommt diese schließlich Ende Mai 2010 in Form von "Immortal" auf dem Markt.

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