Porträt

laut.de-Biographie

Derek Trucks

Mit seinen aschblonden glatten langen Haaren erinnert Derek Trucks an einen jungen Johnny Winter. Eine nicht nur optische Ähnlichkeit, denn beide haben sich als virtuose Blues-Gitarristen einen Namen gemacht und scheuen nicht den Blick in andere musikalische und kulturelle Welten.

1979 in Florida geboren, legen Dereks Eltern ihrem Sohnemann eine Karriere als Musiker in die Wiege: Sein Vorname stammt von einer Band Eric Claptons, Derek & The Dominoes, während der Nachname mit dem Finger auf seinen Onkel Butch, Schlagzeuger und Gründungsmitglied der Allman Brothers Band, zeigt.

Mit neun Jahren greift der Junge zum ersten Mal zur Gitarre. Er entwickelt rasch eine Leidenschaft, die ihn voll und ganz einnimmt. Bereits mit elf steht er mit seinem Onkel auf der Bühne, mit 15 gründet er seine eigene Band, mit 18 veröffentlicht er das erste Album.

Seine Begeisterung für das Instrument macht ihn bald zu einem der besten Slide-Gitarristen der Welt. Und zum gefragten Mann: So ist er 2006 nicht nur als festes Mitglied der Allman Brothers, sondern auch in der Band Eric Claptons und unter eigenem Namen unterwegs.

Trucks' viertes Projekt entsteht mit seiner Frau, der Bluessängerin Susan Tedeschi, mit der er zwei Kinder hat. Gemeinsam betreiben sie die Combo Soul Stew Revival und stehen regelmäßig gemeinsam auf der Bühne.

Doch Trucks Hauptbeschäftigung gilt seiner Band, deren Mitglieder seit ihrer Gründung 1994 eine ungewöhnliche Treue an den Tag legen. Von Anfang an dabei ist Todd Smallie (Bass), Yonrico Scott (Schlagzeug) kommt 1995 hinzu. Die Lineup vervollständigen im neuen Jahrtausend Multi-Instrumentalist Kofi Burbridge, Sänger Mike Mattison und Perkussionist Count M'Butu. Ihr sechstes Album "Already Free" erreicht Ende 2008 auch die oberen Etagen der US-Charts. In Deutschland erscheint es im Februar 2009.

Ein Jahr später schließt sich Derek Trucks mit seiner Gemahlin Susan Tedeschi zusammen und gründet das Projekt Tedeschi Trucks Band. Mit an Bord sind neun erlesene Mitmusiker der Home-Bands des Ehepaars. Mit einem Sony-Deal in der Tasche macht sich die Mannschaft sogleich an die Aufnahmen für das Debütalbum.

"Revelator" erscheint im Sommer 2011 und erreicht auf Anhieb Platz 1 der amerikanischen Bluescharts. Doch damit nicht genug: Ein halbes Jahr später nehmen die Verantwortlichen sogar einen Grammy-Award mit nach Hause. Der kunterbunte Rock-Blues-Soul-Mix kommt auch Live bestens an, was die Band dazu entschließt, eines ihrer Konzerte im Jahr 2012 für die Nachwelt festzuhalten ("Everybody's Talking").

Kurz darauf findet sich das Kollektiv abermals im Studio ein. Neben Derek Trucks setzt sich Produzent Jim Scott (Johnny Cash, Red Hot Chili Peppers) mit an die Regler. Das Ergebnis heißt "Made Up Mind", erscheint im August 2013 und markiert für die Protagonisten eine künstlerische Ankunft: "Wir alle sind Freunde und wie eine Familie. Jetzt endlich machen wir die Musik, die wir machen wollen. Eine echt tolle Zeit."

Alben

Tedeschi Trucks Band - Revelator: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2011 Revelator

Kritik von Kai Butterweck

Derek Trucks Spielkunst ist Fluch und Segen zugleich. (0 Kommentare)

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