Porträt

laut.de-Biographie

Deep Dish

Das amerikanische Produzenten-Doppelgespann Deep Dish angemessen zu charakterisieren, erfordert die häufige Benutzung des Superlativs. Sie sind für die USA, was Paul Oakenfold für das Vereinigte Königreich oder Paul Van Dyk für Deutschland darstellen. Dance-Superstars, die es bis ganz nach oben in die Charts geschafft haben, ohne dabei den Underground aus den Augen zu verlieren. Neben zahlreichen Maxis und Remixen, leiten Deep Dish mit Yoshitoshi eines der erfolgreichsten House-Label weltweit.

Hinter dem Pseudonym, das im amerikanische Alltagsenglisch gerne in Verbindung mit dem Wort Pizza auftaucht und eine äußerst gehaltvolle Variante des italienische Originals bezeichnet, verbergen sich die beiden Iraner Sharam Tayebi und Ali 'Dubfire' Shirazinia. In die USA ausgewandert, finden sie in Washington D.C. eine neue Heimat, wo sie zu Beginn der 90er Jahre in die Clubkultur der Metropole eintauchen.

Tagsüber an einen langweiligen 9-to-5-Job gefesselt, legen sie abends an den Turntables richtig los. Bei einem Event 1991 lernen sie sich kennen und bringen ihre Karrieren fortan gemeinsam voran. Kaum ein Jahr später ist das Label Deep Dish Records am Start und mit "A Feeling" von Moods die erste Nummer schnell gefunden. Mit Brian Transeau, einem alten Schulfreund von Ali, spielen Deep Dish den Joker aus und erlangen schnell weltweit Berühmtheit. Carl Craig unterstützt das junge Label mit einem Remix.

Wenig später gehen von dort auch die ersten selbstproduzierten Tracks von Deep Dish-Tracks um die Welt. 1994 sind sie bereits die House-Könige von Washington D.C, als ihr Label Yoshitoshi die traditionellen House-Beats mit einer progressiven Note versieht. Der neue Vibe kommt nicht nur in den USA bestens an. Als das Vereinigte Königreich, dank Unterstützung durch Danny Tenaglia, ebenfalls mit Deep Dish-Scheiben versorgt ist, steigen Tayebi und 'Dubfire' zu weltweiten Stars auf.

Ibiza heißt fortan ihre zweite Heimat. In den Clubs der Partyinsel ist das Duo immer gefragt. Ihre Mixe, in denen Funk, House, Disco, Soul und Acid zusammenkommen, fallen hier auf fruchtbaren Boden. Zahlreiche Mix-CDs, unter anderem in der Global Underground-Reihe zeugen vom Können der beiden. Als es für Popstars schick ist, sich von Szene-Größen remixen zu lassen, können Deep Dish Aufträge von Michael Jackson, Tina Turner und den Pet Shop Boys an Land ziehen.

Zwischendurch entsteht 1998 ihr erstes Studioalbum "Junk Science", auf dem sich teilweise auch ihre erfolgreichen Maxi-Veröffentlichungen wiederfinden. Danach dauert es sieben Jahre bis Deep Dish mit "George Is On" erneut ein Album produzieren. Souverän bringen sie hier Pop und Tanzkultur zusammen.

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