Porträt

laut.de-Biographie

Daniel Haaksman

Rund 10.000 Kilometer trennen die Armenquartiere von Brasiliens Hauptstadt Rio de Janeiro von Studio des Berliner Produzenten Daniel Haaksman. 2004 kommen sich Südamerika und Mitteleuropa aber auf einmal ganz nahe.

Der Grund dafür ist die Compilation "Rio Baile Funk Favela Booty Beats". Zusammengestellt vom Südamerika-Musikkenner Haaksman macht der Sampler erstmals Baile Funk, der Sound der Ghettos von Rio, einem größeren Publikum bekannt und tritt damit eine Welle der Begeisterung für die neue Clubmusik los.

Im Jahr darauf gründet er sein eigenes Baile Funk-Label Man Recordings, das einzige außerhalb Brasiliens, auf dem sich die Stars der Szene ein Stelldichein geben. Ab 2008 veröffentlicht Haaksman dort auch seine eigenen Produktionen.

Den Auftakt macht die Maxi "Who's Afraid Of Rio?", eine Anspielung auf den Claude VonStroke-Track "Who's Afraid Of Detroit". Drei Jahre später folgt mit "Rambazamba" das Debütalbum, natürlich auf seinem eigenen Imprint Man Recordings. Auf dem Longplayer vermischen sich europäische Clubmusik und südamerikanische Rhythmen.

Auch schon davor blickt Daniel Haaksman bei der Suche nach unbekannten und inspirierenden Einflüssen gerne über den europäischen Tellerrand hinaus. 1995 gründet er zusammen mit Stefan Hantel alias Shantel das Label Essay Recordings, das sich mit seinen modernen Klezmer-Produktionen in den Feuilletons schnell einen Namen macht.

Seit 2005 besitzt das Label mit Senor Coconut einen weiteren bekannten Grenzgänger zwischen den Genres als Aushängeschild. Im selben Jahr verlässt Haaksman Essay Recordings, um mit Man Recordings seine eigenen Vorstellungen zu verfolgen.

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