Porträt

laut.de-Biographie

DZ Deathrays

Partygeil, rotzfrech und vor allem laut: Die DZ-Deathrays aus dem australischen Brisboune sind 2012 endlich bereit, Party-Deutschland zu crashen.

Angefangen hat die Chose nach der Aussage der beiden Jungs auf einer Party. Und genau das soll einmal der Ort sein, an dem sich die beiden in einer wilden Streiterei in die Haare kriegen. Das große Vorhaben der DZs ist es, einfach Musik zu machen. keine ewigen Pläne, keine großen Änderungen. Was einmal auf der Platte landet, bewegt sich da so schnell nicht mehr weg.

Machen können sie das auch zu zweit. Shane Parsons und Simon Ridley genügen sich selbst vollkommen, um jedem Kritiker mit ihrem Mix aus dreckigem Hardcore und lautem Indierock ans Bein zu pinkeln. Diesen präsentierten sie fast ausschließlich auf Housepartys von Freunden. Denn da gibts viel Bier und wenig Stress.

So wenig wie sich die beiden mit dem letzten Schliff ihrer Songs beschäftigen, so wenig interessiert sie ihr Name. Denn DZ bedeutet nichts, außer, dass es die Abkürzung für Denzel ist, einer Band, in der sie mal gespielt haben. Da aber auch ein amerikanischer Dubstep-DJ den Namen DZ trägt wurde aus den DZs die DZ Deathrays.

Als größter Einfluss ist Death From Above 1979 zu nennen, die übrigens auch eine ähnlich provozierte Namensänderung hinter sich hat. "Als wir angefangen haben, standen wir gerade sehr auf deren Album. Dann hat unser Drummer aufgehört und wir waren zu zweit, wie Death From Above." Im Gegensatz zu ihrem großen Vorbild aber, stehen für Parsons und Ridley mehr die Musik als die Texte im Vordergrund. Zu ihrer 2009 in Deutschland erscheinenden Debüt-EP "Ruined My Life" erzählt Simon in einem Interview eine nette Anekdote: "Die Texte hat Shane nur fünf Minuten vor den Aufnahmen auf eine KFC-Verpackung geschrieben. Und am Ende ist das unsere erste EP. Das ist irgendwie komisch."

Für ihre rotzige Trash-Mucke haben die beiden Jungs nach dem Uni-Abschluss ihre Jobs hingeworfen. Denn schließlich lohnen sich die Gigs viel mehr als ein schnöder Büro-Job. "Das ist der einzige Job, bei dem du am Anfang der Schicht einen Kasten Bier und am Ende Applaus von einem Haufen Menschen bekommst. Wir hatten eine Menge Jobs, aber so etwas haben wir nie bekommen. Noch nicht einmal Kaffee.", meint Simon zu ihrem geliebten Lebensstil.

2012 kommt ihr Debüt-Album auf den Markt und stellt ein Sammelsurium von geschmetterten Gitarrenriffs und harten Schlagzeugattitüden aufs Parkett. Im Frühsommer des Jahres präsentieren die beiden Jungs ihre Platte unter anderem auch in Deutschland. Und erst, wenn sie wieder Bock auf nen Tag auf der Couch mit einer dicken Pizza neben sich haben, wird es wieder Zeit, im Schnellverfahren Songs auf den Karton zu schreiben.

Alben

DZ Deathrays - Bloodstreams: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2012 Bloodstreams

Kritik von Amelie Köppl

Heftiges Hardcore-Punk-Elektro-Mischmasch, das einem die Schuhe von den Füßen reißt. (0 Kommentare)

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