Porträt

laut.de-Biographie

Brand New

Brian Lane (Drums), Jesse Lacey (Gitarre, Gesang), Garrett Tierney (Bass) und Vincent Accardi (Gitarre) zelebrieren zu Beginn ihrer Karriere nicht, wie es der Name vermuten ließe, Zwölfton-orientierte indische Klangkunst (also etwas "Brandneues"), sondern simpel gestrickten, melodisch einprägsamen Punkrock mit viel Emo. Das Quartett aus Long Island bedient somit perfekt das um die Jahrtausendwende gierige Teeniepublikum mit Skater-Attitüde und Schmonzetten über das Leid der Jugend ("Your Favorite Weapon", 2001). Allerdings kann Sänger Lacey aus erster Hand von Beziehungscrashs wie aus dem Lehrbuch berichten: Seine damalige Freundin brennt mit dem mittlerweile Ex-Gitarristen von Taking Back Sunday, John Nolan, durch.

Nach Support-Slots für Incubus, Dashboard Confessional oder The Get Up Kids und Stippvisiten auf großen europäischen Festivals (Glastonbury, Reading) avanchiert man zum Headliner in Amerika. Die Dauerrotation der Singles "The Quiet Things That No One Ever Knows" und "Sic Transit Gloria ..." vom zweiten Album auf MTV befeuert den Erfolg zusätzlich.

In erster Linie einem künstlerischen Habitus verpflichtet, wenden sich die Jungs um den Leid geprüften Schreihals Lacey immer mehr von Emo-Gefilden ab. Spielt "Deja Entendu" sowohl auf textlicher als auch musikalischer Ebene durchaus noch mit diesem Etikett, gelingen die Arrangements auf dem Nachfolger "The Devil And God Are Raging Inside Me" (2006) epischer und progressiver. Auch der Grundcharakter der Songs ist eher ruhig und dynamisch. Nachdem die erste Version mit Dennis Herring (The Hives) auf dem Produzentensessel vor dem Release im Internet auftaucht, beschließt die Band kurzerhand, das Konzept nochmal umzukrempeln: Zusammen mit dem Langzeitgefährten und mittlerweile Haus- und Hofproduzenten Mike Sapone wagt man den Neuanfang.

Ähnlich der Avantgardisten und Post-Hardcoreler Thrice, mit denen Brand New bereits des öfteren Bühne und Tourbus teilten, entwischen Brand New nunmehr gänzlich den eng gesteckten Genregrenzen. Mit "Daisy" (2009) erreichen die New Yorker in einer Mixtur aus Gefühl, Akustik, Harmonie, Noise, Industrial und Distortion schwindelerregende, artifizielle Höhen, denen sicherlich nicht jeder Fan folgen kann und möchte.

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Termine

Do 24.04.2014 Berlin (Bi Nuu)
Fr 25.04.2014 Köln (Bürgerhaus Stollwerck)
Sa 26.04.2014 München (Strom)
Mo 28.04.2014 Freiburg (Waldsee)
Do 01.05.2014 Dortmund (FZW)
Sa 03.05.2014 Osnabrück (Kleine Freiheit)
So 04.05.2014 Stuttgart (LKA Longhorn)

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