Porträt

laut.de-Biographie

Boo Yaa Tribe

"The real motherfucking Gangstas wanna see me end", rappte Ice-T einst im Bezug auf sein hartes Image. Seine Westcoast-Kollegen der Boo Yaa Tribe-Posse hat er damit zwar nicht gemeint, doch Godfather, Kobra, Monsta O, Ganxsta Ridd, Murder One und Gawtti sind real Gs - echt harte Jungs. Der Vater ein Hells Angel, die Mutter... Nein, über Mama Boo Yaa ist nichts überliefert, doch der Tribe samoanischer Abstammung übt sich auf den Straßen Carson Citys (Kalifornien) Mitte der Achtziger im täglichen Überlebenskampf. "Survival Of The Fittest" wie Mobb Deep.

1987 ändert sich jedoch alles. Familienmitglied Robert 'Youngman' Devoux wird ermordet, und die toughen Jungs sagen dem illegalen Gangster-Gang-Geldverdienen Goodbye. Bereits ein Jahr später veröffentlicht die Gruppe übers Indie-Label Villain Records die Maxi "Coming Hard To America". Daraufhin klopft A&R Chris Blackwell von Island Records aus New York ans Boo-Yaa-Tor. "Funky Nation", das folgende Debüt der Band, bietet tiefergelegte Funk-Grooves und voluminöse Flows. 100.000 Alben gehen über die Ladentische.

Trotzdem verläuft die Geschäftsbeziehung mit Island Records nicht wie geplant. Nach Beitrag zum Soundtrack von "South Central" wird 1992 der Zweitling "Good Times, Bad Times" wegen Vertragsauflösung wieder eingestampft. Songs mit Ice Cube, George Clinton und Living Colour fallen dem Cut zum Opfer. Danach lassen Boo Yaa Tribe ihre Wut live auf der Lollapalooza-Tour heraus.

Doch Kämpfen gehört zum Familienmotto und wiederum ein Jahr später geht der Tribe mit ihrem Beitrag zum "Judgement Night"-Soundtrack, dem Crossover-Meilenstein, in die Musikgeschichte ein. Der Kollabo-Song "Another Body Murdered" mit Faith No More sorgte dank der zwingenden Aufforderung "Bang Your Head To This" rund um den Globus für Nackenschmerzen.

1995 erscheint mit "Doomsday" Boo Yaas bestes Album. Straight pumpende Kopfnickerbeats mit mitreißenden Refrains im Stile von House Of Pain und schwergewichtige Raps halten die Combo im Gespräch. Noch im gleichen Jahr erscheint in Eigenregie "Occupation Hazardous". 1996 kehrt der Tribe dann für Bullet Proof Records mit der EP "Mentally Disturbed" zurück zum gitarrenlastigen Crossover, die ihm Full Length-Album "Angry Samoans" mündet.

Darauf wird es ruhig um die Familie. Kinder wollen mit den chrombefelgten Jeeps zum Kindergarten gebracht, der Rasen des Vororthauses muss gemäht und die Young Guns in Street Knowledge geschult werden. Erst zur Jahrtausendwende kehren die Samoanier mit dem "Mafia Lifestyle"-Album und dem Soundtrackbeitrag "Bloodhat" für den gleichnamigen Film der Coppola Filmgesellschaft zuürck. Drei Jahrer später bleibt man mit der "West Koasta Nostra" im selben Gangsta/Mafia-Genre, ohne Abnutzungserscheinungen zu zeigen.

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