Porträt

laut.de-Biographie

Blue Öyster Cult

Die US-amerikanische Band Blue Öyster Cult wandelt sich im Laufe der Jahrzehnte von einem wegweisenden Underground-Act zu einer Mainstream-Hardrock-Gruppe. "(Don't Fear) The Reaper" vom 1976er-Album "Agents Of Fortune" und "Godzilla" heißen ihre vermutlich bekanntesten Songs. BÖC entwickeln als erste für ihre Live-Gigs eine Lasershow. Die Band gilt außerdem als Erfinder des Heavy Metal-Umlauts.

Blue Öyster Cult - The Columbia Albums Collection Aktuelles Album

Das Bandgefüge existiert zwar schon seit 1967. Den prägnanten Namen gibt sich die Truppe jedoch erst im Jahr 1970. Er geht auf ein in den 60ern geschriebenes Gedicht des Poeten und Mentors Sandy Pearlman zurück.

Das berühmte "Ö" - von den Musikern bewusst als Zeichen des Hervorhebens und gleichzeitigen Verfremdens der Namensbedeutung genutzt - liefert Inspiration für ganze Generationen nachfolgender Metal- und Hardrockbands à la Motörhead oder Mötley Crüe. Die willkürlichen Umlaute geben dem Bandnamen ein fremdartiges Erscheinungsbild, die sogenannte germanische Härte. In die Aussprache des Namens fließt der Umlaut nicht mit ein.

Das musikalische Schaffen von BÖC teilt sich in mehrere stilistisch vollkommen unterschiedliche Phasen. Auf den ersten drei Alben spielen sie psychedelischen Rock. In dieser Zeit hört man stark den Einfluss von Kollegen wie den Velvet Underground, der Doors oder auch MC5 heraus.

Die individuellen Vocals und die herausragende Gitarre von Donald "Buck Dharma" Roeser verleihen ihren Kompositionen ein einmaliges Klangbild. Phantasievolle literarische Lyrics runden das Bild ab. Diese ästhetische und intellektuelle Herangehensweise an den Rock macht BÖC zu erklärten Vorbildern diverser 80er Ikonen, darunter Sonic Youth oder Hüsker Dü. Auch Patti Smith, eine Freundin der Band, hilft ab etwa 1974 gelegentlich beim Songwriting und veredelt die Musik der Kultisten.

Ab Mitte der 70er integrieren die blauen Austern immer mehr komplexe Hardrockeinfüsse. Auch die Texte ändern sich und behandeln oft reine Science Fiction Themen. Das Erfolgsalbum "Agents Of Fortune" enthält den zeitlosen Überhit "Don't Fear The Reaper". Dieser erweist sich in den folgenden Jahrzehnten gleichermaßen als Segen und Fluch. Einerseits macht er BÖC für alle Zeiten zu einer rockhistorisch wichtigen Band.

Andererseits trägt er dazu bei, dass die überwiegende Öffentlichkeit sie stets auf dieses Lied reduziert und ihre künstlerische Vielfalt kaum wahrnimmt. Live zeigen sie sich als echte Innovatoren und nutzen - als erste Rockband überhaupt - den optischen Effekt einer Lasershow.

Nach dem Weggang des Drummers Albert Bouchard 1982 fehlt den verbleibenden Mitgliedern ein Lieferant wichtiger Songideen. Gleichwohl: In den folgenden Jahren verändert sich der ehemals komplexe Sound zu AOR, ohne an Qualität einzubüßen. Bemerkenswert ist in diesem Abschnitt die kurze Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller und Musiker Jim Carroll ("The Basket Ball Diaries" a.k.a. "Jim Carroll - In Den Straßen Von New York") auf dem Longplayer "Club Ninja".

Erst seit Beginn des neuen Jahrtausends finden die Öysters zu ihren alten kompositorischen Stärken zurück. Der deutlich härtere Sound tendiert in Richtung Heavy Metal. Doch vor allem bei Live-Konzerten mischen BÖC wieder zahlreiche Psychedelic-Elemente mit hinein.

Die Kollaboration mit dem Horror- und Sci-Fi-Autor John Patrick Shirley ("Batman Begins") hilft ihnen, sich auf ihre Qualitäten zu besinnen. Entsprechend befriedigend fällt die Reaktion von Fans und Presse auf das gemeinsame Werk "Curse Of The Hidden Mirror" 2001 aus. Seit 2007 sind BÖC ohne Plattenvertrag. Dennoch existiert die Band nach wie vor und tourt regelmäßig durch die USA.

Alben

Videos

5 Guitars
This Ain't the Summer of Love
Kick out the Jams
Astronomy
  • Offiziell

    Historie in historischem Layout.

    http://www.blueoystercult.com/

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