Porträt

laut.de-Biographie

Benjamin Gibbard

"Viele Künstler tendieren dazu, den selbstzerstörerischen Akt des Schreibens durch andere selbstzerstörerische Aktivitäten zu mildern. Ich war ganz sicher eine dieser Personen für eine lange Zeit." Benjamin Gibbard spricht hier von seiner Alkoholsucht, die ihn dennoch nicht davon abhalten konnte, großartige Hits zu schreiben.

Der studierte Umwelt-Ingenieur wird am 11. August 1976 in Bellingham im US-Bundesstaat Washington geboren und wächst in Seattle auf. Die römisch-katholische Erziehung seiner Eltern hat jedoch wenig Einfluss auf seinen Lebensstil. Schön früh übte er sich im Gitarrespielen, was sich später bewährt.

Die Band Pinwheel wird sein erstes Musikprojekt. Allerdings probiert sich Ben auch als Solo-Künstler aus, so zum Beispiel 1997 als All-Time Quarterback in seiner Heimatstadt. Das Tape "You Can Play These Songs With Chords" erhält so gute Kritiken, dass er sich entschließt, eine neue Band zu gründen.

Auf einem Konzert macht er die Bekanntschaft von Chris Warra, den Ben gleich als Gitarristen von Death Cab For Cutie, seinem erfolgreichsten Musikprojekt, engagiert. Es kommen ein Bass und ein Schlagzeug hinzu und schon steht die erste Platte im Laden, "You Can Play These Songs With Chords".

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 1998, die amerikanische Independent-Szene weitet sich gerade aus, da kommen Death Cab mit ihrem Indie-Rock weltweit gut an. Zu noch größerer Bekanntheit gelangen sie durch Seth Cohen, den Protagonisten der Teenie-Serie "O.C., California": Death Cab ist Cohens Lieblingsband und kommt somit auch mehrfach auf dem Soundtrack der Serie vor.

Ein wenig in die Indietronic-Richtung geht Ben gemeinsam mit Jimmy Tamborello und der Combo The Postal Service, die 2003 das Album "Give Up" veröffentlichen, das einen beachtlichen Erfolg erlangt. Zwar touren die zwei sogar gemeinsam durch die Staaten, beschließen danach aber, in ihren eigenen Bands weiterzuspielen.

Trotz der vielen Erfolge verliert sich Ben in einer Alkoholsucht, die er zum Glück rechtzeitig erkennt. 2008 schafft er es, davon loszukommen, entdeckt den Sport für sich und läuft sogar den L.A. Marathon mit. "Wenn du einmal erkannt hast, dass eine positive Handlung dir hilft, die negativen Aktivitäten als Songschreiber auszugleichen, wirst du auch emotional sehr viel ausgeglichener. Ich denke, meine Musik spiegelt das wieder."

Zudem verliebt er sich nach vielen unglücklichen Beziehungen wieder: Hollywood-Actrice Zooey Deschanel, Teil von She & Him, wird 2009 sogar zu Bens Ehefrau. Leider hält die Ehe nur gute zwei Jahre. Schließlich entstehen viele Songs aus Bens Feder, die seiner Ansicht nach nicht mehr ins Death Cab-Konzept passen, weshalb er sie auf das Soloalbum "Former Lives" packt.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...