Porträt

laut.de-Biographie

Barker & Baumecker

Der Berliner Club Berghain versteht sich nicht nur als ausgezeichnete Feierlocation. Als Kulturbetrieb geht es den Machern immer auch darum, Freiräume für unterschiedlichste Künstler zu bieten, Begegnungen zu ermöglichen und nicht zuletzt auch Kontakte herzustellen. Ein Paradebeispiel dafür, dass dieses Konzept funktioniert, ist das Elektronik-Projekt Barker & Baumecker. Sam Barker und Andreas Baumecker lernen sich bei der Organisation eines Autechre-Gigs im Berghain kennen, rufen eine gemeinsame Veranstaltungsreihe ins Leben und gründen 2010 schließlich ihr eigenes Projekt.

Eine mustergültige Zusammenarbeit nennt man das wohl, die auch deshalb so gut funktioniert, weil sowohl Barker als auch Baumecker sich schon vor ihrem Kennenlernen der elektronischen Musik beruflich verschrieben haben. Baumecker gehört bereits im Berghain-Vorläufer Ostgut zum Stammpersonal und steht dort regelmäßig hinter den Plattentellern, übernimmt nach der Eröffnung des Berghains dort eine Residency und prägt darüber hinaus auch in seiner Funktion als Booker das musikalische Programm des Berliner Clubs. Zudem veröffentlicht er seine eigenen Produktionen unter einer Reihe von Pseudonymen.

Sam Barker verschlägt es 2007 aus dem britischen Brighton, Heimatstadt von DJs wie Fatboy Slim und Dave Clarke, nach Berlin. Im Gepäck hat er ein Musikstudium sowie beste Beziehungen zur experimentellen Elektronik-Szene auf der Insel. Musik bleibt auch in Deutschland Dreh- und Angelpunkt im Leben von Barker. Zur Arbeit als Booker kommt nach dem Zusammentreffen mit Andreas Baumecker das gemeinsame Projekt Barker & Baumecker hinzu, das 2010 mit der Maxi "Candyflip" auf dem Berghain-Label Ostgut Ton debütiert.

Mit dem Release verweigert sich das Duo einer einfachen Genre-Zuordnung und setzt auf vielseitige Einflüsse, die sich in einem heterogenen Sound niederschlagen. Eine Strategie, die Barker und Baumecker auch bei ihren folgenden Releases beibehalten. 2012 erscheint zunächst die Maxi "A Murder Of Crows", bevor im Spätsommer desselben Jahres mit "Transsektoral" der erste Longplayer auf Ostgut Ton folgt.

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