Porträt

laut.de-Biographie

Andy Lewis

Irgendwann in den späten 1980er-Jahren stellt der britische DJ Andy Lewis fest, dass er seine Leidenschaft zu raren Soul- und Funk-Platten aus den Sixties mit einer ganzen Menge an begeisterten Tänzern teilt. Die wilde Mischung seiner Motown-, Stax-, Atlantic- und Philly-Scheiben beschert ihm schnell den Job als Resident-DJ im angesagten Londoner "Locomotion". 1993 zieht die Clubnight mit Lewis an den Plattenspielern in das vom Acid-Jazz brodelnden Camden Town. Mit "Blow Up", einer weiteren legendären Partynacht, hat er die Wochenenden in Englands Metropole dann endgültig fest in seiner Hand. Die Leute stehen Schlange, um zu Lewis Musikcocktail aus klassischem British Pop, 60erSoul, Jazz und obskuren Film-Soundtracks zu feiern. Ein Sound, der später auch als "Easy Listening" durch die Medien geistert.

Angetan von seinen fulminanten DJ-Sets laden ihn die Jungs von Blur – zu der Zeit Stammgäste bei "Blow Up" – ein, ihre "Parklife"-Tour als Plattenaufleger zu begleiten. Damit sind Lewis und sein Club inmitten der Britpop-Hysterie in aller Munde. "Blow Up" muss sich eine größere Heimat suchen und findet diese im berühmten Londoner Laden "Wag", wo sich die Erfolgsstory nahtlos fortsetzt.

Lewis kennt sich aber nicht nur mit den Turntables aus, sondern greift auch selbst erfolgreich in die Saiten: Zuerst am Bass der Britpop-Pioniere Pimlico und dann als Produzent und Bassist der Indieband Spearmint. Als gefragter DJ jettet Lewis um die ganze Welt, daneben stellt er Soul-Compilations zusammen und veröffentlicht eigene Songs auf dem Acid Jazz-Label.

Jahre später geht dann endlich sein Wunsch in Erfüllung, ein ganzes Album nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Lewis' "Billion Pound Project" (2006) ist eine liebevolle Hommage an seine große Soul- und Funk-Leidenschaft. Zusammen mit vielen Gastmusikern und Vokalisten seiner Wahl erzählt er mit viel Charme und Retrogeist seine ganz persönliche Musikgeschichte.

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