Porträt

laut.de-Biographie

Ancient Rites

Nach der Gründung 1989 in Belgien, entwickelt sich Ancient Rites schnell zu einer der führenden Black Metal-Bands in der Heimat. Zuvor lärmen die meisten Mitglieder schon in anderen Bands, aber erst mit dem Line-Up aus Sänger/Basser Gunther Theys, Drummer Stefan und den beiden Gitarristen Johan und Phillip geht es langsam los. Schon nach dem ersten Demo steht auch der erste Besetzungswechsel an.

Für Stefan kommt der ehemalige Roadie Walter Van Cortenberg. Im August 1990 stirbt Phillip bei einem Autounfall, weshalb Bart Vandereycken seinen Platz einnimmt. Kurze Zeit später verlässt auch Johan die Band und als wäre das noch nicht schlimm genug, begeht Ex-Drummer Stefan bald Selbstmord. Dennoch lassen sich Ancient Rites nicht unterkriegen und nehmen einfach mit einem zweiten Gitarristen namens Pascal die erste EP "Evil Prevails" auf.

Pascal ist schnell wieder Geschichte und die Band nimmt als Trio ein paar Songs für Compilation und Singles auf. Nebenher spielen sie überall in Europa live, und reißen dabei auch ein paar Gigs mit Rotting Christ in Griechenland. Im Frühjahr '94 ist es endlich soweit, dass die Band ihr Debüt "The Diabolic Serenades" über After Dark Records vorlegt. Im folgenden Jahr sind sie mit Cradle Of Filth unterwegs, ehe sie mit ihren Landeskollegen Enthroned eine Split-EP rausbringen.

In der Zwischenzeit werden Ancient Rites von ihrem Label ziemlich geleimt, weshalb die EP 1996 über Mascot Records einfach nochmal erscheint und dann auch anständig vertrieben wird. Im selben Jahr erscheint das zweite Album "Blasfemia Eternal", jedoch verliert
Bart das Interesse an der Band und vor allem am Musicbiz und macht sich vom Acker. So kommt es, dass auf der anschließenden Tour diverse Gitarristen seinen Job übernehmen und man nicht so genau weiß, wer jetzt eigentlich dabei ist und wer nicht.

Als feste Gitarristen sind nach einiger Zeit endlich Eric Sprooten (Inquisitor) und Jan 'Örkki' Yrlund (Ex-Lacrimosa/Prestige) im Line-Up. Für die Aufnahmen zur dritten Scheibe "Fatherland" holen sie sich noch Session-Keyboarder Oliver Philips (Everon), der für einige sehr atmosphärische Klänge sorgt. 1999 erscheint nicht nur die Picture-Single "Dark Ritual", sondern auch die Best Of "The First Decade 1989 - 1999". Auf der anschließenden Festivaltour stellen sie den ehemaligen Agathocles-Keyboarder Domingo Smets als neuen Mann an den Tasten vor.

Inzwischen haben Ancient Rites bei Hammerheart Records unterschrieben und veröffentlichen 2001 "Dim Carcosa". Im Juni spielen sie sogar einen Gig in Tel Aviv und erhalten dafür von Fans und Presse einiges an Lob, sind sie doch eine der wenigen Metal-Bands, die in der Kriegszone auftreten. Im Oktober ist Smets wieder raus und seinen Platz nimmt Davy Wouters (Ex-Oblivion) ein, der gleich mal auf der anschließenden Europatour seine Fähigkeiten unter Beweis stellen muss. Im folgenden Jahr stehen diverse Gastbeiträge von Gunther an, doch auch die Arbeiten an der Live-CD/DVD "And The Hordes Stood As One" stehen an.

Im Mai 2003 fliegt Jan aus der Band, die erstmal nur als Quartett weitermacht und die Tour mit Dismember, Impious, Septic Flesh, Primordial und Blood Red Throne zu Ende fährt. Im Juni kehrt allerdings Bart Vandereycken zurück, der schon auf den frühen Veröffentlichungen von Ancient Rites zu hören war. Unschön wird es dann auch, als der geschasste Jan plötzlich die Rechte am Nebenprojekt Danse Macabre beansprucht, dass eigentlich Gunther gestartet hat und ihn nur als Gitarristen dazu holte. Jan ist derweil bei Imperia eingestiegen, der Band von Helena Iren Michaelson.

Ende des Jahres gibt es noch ein paar Überraschungen, denn sowohl Session-Gitarrist Raf Jansen als auch Keyboarder Domingo Smets kehren zu Ancient Rites zurück. Raf als dritter Gitarrist, Domingo allerdings als Bassist, da sich Gunther nur noch auf den Gesang konzentrieren will. Ansonsten ist es 2005 relativ ruhig im Camp der Belgier doch gegen Ende des Jahres unterschreiben sie nicht nur bei Season Of Mist, sondern sind auch wieder im Studio, um dort ihr neues Werk aufzunehmen. "Rubicon" erscheint Mitte Mai 2006 und zeigt Ancient Rites ausgereift und aggressiv wie selten. Die historischen Themen sind natürlich wieder vorherrschend, auch der paganistische Ansatz der Band ist nach wie vor vorhanden.

Alben

Ancient Rites - Rubicon: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 Rubicon

Kritik von Michael Edele

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