Porträt

laut.de-Biographie

Alastis

1987 gründet sich im neutralsten Land dieses Planeten, der Schweiz, eine Band aus vier jungen Herren, die sich lustige Namen wie War D.(g), Acronoïse (dr), Masmiseîm (b) oder Zumof (voc) geben. Um das Ganze zu krönen, einigen sich die Jungs auf den Bandnamen Alastis, der wohl irgendwie von Alastor, dem sogenannten Henker der Hölle, abgeleitet ist (ob da wohl Percy Bysshe Shelley Pate stand?). Nach zwei Demos verkrümelt sich Meister Masmiseîm zu Samael, wo er auch heute noch dröhnt und lässt somit einen vakanten Bassposten zurück.

Nichts desto trotz arbeitet die Band als Trio weiter, bis Zumof auch die Waffen streckt und War D. zwangsläufig die Vocals übernimmt. Kurz bevor sie einen Deal mit dem norwegischen Head Not Found Label unterzeichnen, findet sich aber Ersatz und es erscheint 1992 "The Just Law" mit beinahe unterirdischem Sound, was aber nicht viel ausmacht, da dies seinerzeit im Black Metal Underground sowieso notwendig ist, um akzeptiert zu werden.

Ein Jahr später sieht sich War D. wieder mal gezwungen, den Gesang zu übernehmen, verpflichtet aber mit Rotten endlich wieder einen Mann für den Viersaiter. Nachdem man mit dem französischen Label Adipocere einen Vertrieb gefunden hat, gelingt es ihnen auch Waldemar Sorychta (Tiamat, Lacuna Coil, The Gathering) für den Mix von "...And Death Smiled" zu bekommen. Anschließend wird ein Leadgitarrist mit dem langweiligen Namen Nick verpflichet, der es der Band ermöglicht, etwas experimenteller zu werden.

Mit dem Wechsel zu Century Media und der erneuten Zusammenarbeit mit Waldemar, veröffentlichen Alastis '96 ein ausgereiftes und ihr bis dato bestes Album. So gehen sie auch im folgenden Jahr auf ihre erste echte Tour mit Anathema, welche ihnen die Einladung zur Twilight Of The Gods Tour mit Theatre Of Tragedy und Savior Machine einbringt.

"Revenge" wird 1998 ohne Rotten aufgenommen, der das Langholz an Raff weitergereicht hat. Auf dieser Scheibe lösen sich Alastis dann erstmals aus dem Schatten ihres "großen Bruders" Samael und entwickeln sich in eine etwas andere Richtung, da Samael zunehmend mit Drumcomputer und Loops arbeiten, Alastis sich aber eher auf die traditionelle Instrumentierung konzentrieren. Mit Graven X wird dann noch ein Keyboarder mit lustigem Namen verpflichtet, bevor 2000 der Drumhocker an einen Stöckeschwinger mit dem witzlosen Namen Sebastian weiter gereicht wird. Diese Besetzung spielt schließlich Unity ein, welches 2001 erhältlich ist.

Alben

Alastis - Unity: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2001 Unity

Kritik von Michael Edele

Die Schweizer setzen auf flächige Keyboardteppiche und fette Gitarren. (0 Kommentare)

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