Porträt

laut.de-Biographie

Alaska In Winter

Die Geschichte Brandon Bethancourts, dem Mann hinter Alaska In Winter, erinnert teilweise an die von Christopher McCandless, der 1992 alles Weltliche hinter sich ließ, in die Wildnis nach Alaska zog und dort elend verhungerte. Wären nicht der Schriftsteller Jon Krakauer gewesen, der seine Geschichte im lesenswerten Buch "Into The Wild" erzählte, und dessen gleichnamige Verfilmung durch Sean Penn, wäre McCandless wohl schon längst vergessen.

2004 zieht es auch Bethancourt in den nördlichsten Bundesstaat der USA, nach eigenen Angaben, um Abstand und Ruhe zu finden. Mit im Gepäck hat er ein kaputtes Notebook und eine Freeware, um Musik aufzunehmen. Ein Semester lang bastelt er in einer Hütte am Meer an Songideen herum, die das Gerüst für sein erstes, nie veröffentlichtes Album bilden.

Bethancourts Geschichte hat aber im Gegensatz zu McCandless' glücklicherweise ein Happy End: Zurück in seiner Heimat Santa Fe, New Mexico schließt er sein Kunststudium ab und reist anschließend nach Osteuropa. Mit neuem Elan packt er das Material wieder an und lädt verschiedene Freunde ins Studio, um es zu verfeinern. Unter ihnen befindet sich Zach Condon, der als Beirut mit "Gulag Orkestar" 2006 für Furore gesorgt hat.

Das Ergebnis trägt den Titel "Dance Party In The Balkans" und erscheint im Januar 2008 – erstaunlicherweise erst mal nur in Europa auf dem britischen Label Regular Beat. "Ohne Condons Beitrag hätte wahrscheinlich niemand das Album bemerkt", stellt ein Kommentator treffend fest. Auch live ist der ehemalige Schulfreund behilflich, denn er nimmt Alaska In Winter in sein Vorprogramm auf.

Dabei denkt sich Bethancourt eine ungewöhnliche Show aus: Hinter ihm laufen Videos zu den Songs, die er singt, während er auf der Bühne seine eigenen Gesten wiederholt. Live ist dabei nur der Gesang, die Musik läuft vom Band und entspricht der des Albums. Im April 2008 ist er zum ersten Mal auch in Europa zu sehen.

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