Porträt

laut.de-Biographie

Adolescents

Adolescent heißt das englische Wort für einen 'Jugendlichen' oder 'Heranwachsenden'. Biologisch gesehen also der Zeitraum, in dem man gegen alles und jeden rebelliert und oftmals auch mit Punkmusik in Kontakt kommt.

Adolescents - Manifest Density
Adolescents Manifest Density
Ein echter Rotzklumpen: die wuchtigste Studio-Platte ihres Katalogs.
Alle Alben anzeigen

Eigentlich ein passender Name für eine Punkband. Das denkt sich auch Basser Steve Soto, als er Ende der 70er bei Agent Orange rausfliegt und in Fullerton eine neue Band ins Leben ruft. Zusammen mit Sänger Tony Cadena, den beiden Gitarristen Frank Agnew und John O'Donovan sowie Drummer Peter Pan startet er das Projekt im Januar 1980, doch schon wenige Monate später dreht sich das Besetzungskarussell zum ersten Mal.

Das soll es die kommenden Jahre noch unzählige Male tun. Eine konstante Besetzung spielt bei den Kaliforniern offenbar keine Rolle. Zwischen Adolescents, TSOL, Social Distortion, den Circle Jerks und anderen Bands der Hardcore- und Punk-Szene wechselten die Mitglieder ständig, was am Sound allerdings selten etwas geändert hat. Auch Pat Smear (Foo Fighters, Nirvana) war kurzzeitig bei Adolescents dabei.

So sind auch die ersten Alben und EPs der Band dem melodischen Westcoast-Punkrock zuzuordnen und stehen bei Fans von Bad Religion und Co. hoch im Kurs. Über diverse Shows an der Westküste der USA kommen die Jungs dank der Besetzungsprobleme aber nie hinaus. 1981 nach der EP "Welcome To Reality" brechen sie zum ersten Mal auseinander.

Im April 1986 wollen sie es noch einmal wissen, doch immer noch ändert sich die Besetzungsliste beinahe monatlich. Allein Sänger Tony und Basser Steve bleiben die Konstanten im Line-Up und sind auf den meisten Veröffentlichungen zu hören. Nur auf "Balboa Fun Zone" von 1988 hat Steve auch den Gesang übernommen, weil sich Tony zeitweilig vom Acker gemacht hat.

Doch nicht nur die Wechsel an den Gitarren und Drums machen der Band zu schaffen, auch diverse schlechte Business-Entscheidungen. Epitaph Records zeigen sich zwar schon früh an Adolescents interessiert, die schlagen das Angebot aber aus. So gehen die Jungs im April 1989 erneut auseinander, nachdem sie es immerhin geschafft haben, diverse Male durch die USA zu touren.

Nachdem sich Steve und zwei weitere Mitglieder der letzten Besetzung eine Zeit lang mit Joyride versuchen, raufen sie sich zum 20-jährigen Jubiläum des Debüts noch einmal zusammen und spielen diverse Gigs. Seitdem sind sie mal mehr, mal weniger aktiv, bestreiten aber sogar ein paar Shows und Festivals in Europa. Allerdings nehmen sie erst 2005 mit "O.C. Confidental" ein weiteres Studioalbum auf.

Während Basser Steve im April 2007 bereits behauptet, die Band arbeite an neuen Songs, erfährt der geneigte Fan zwei Jahre später, dass sie mittlerweile tatsächlich an Texten für das Album feilen. Die große Überraschung steht allerdings im Juni 2011 an, als mit "The Fastest Kid Alive" tatsächlich ein fünftes Studioalbum erscheint.

Damit beginnt der fruchtbare Spätsommer ihrer Karriere. Ab 2013 geht es so richtig los. Das Albentrio "Presumed Insolent"/"La Vendetta"/"Manifest Density" zeigt die Amerikaner von ihrer besten Seite. Besonders auf dem 2016er Album bauen sie ihre Stärken deutlich aus. Abgehangenes Songwriting, eine gehörige Portion Angepisstheit und die punktgenaue Produktion Paul Miners (unter anderem Death By Stereo) sollten das Herz jedes Punkfans höher schlagen lassen.

Alben

Surftipps

Noch keine Kommentare