Porträt

laut.de-Biographie

A$AP Mob

Denkt man an den A$AP Mob, liegt die Annahme nahe, Aushängeschild Rocky sei der Gründer und Kopf hinter dem Ganzen. Doch dem ist nicht so. Die Initiatoren des Projekts unter dem Banner "Always Strive And Prosper" heißen Yams, zu erkennen an einer Geburtsnarbe im Gesicht, Bari, zuständig für alle modischen Aspekte, und Illz.

Doubletime: "Fuck Trump!"
Doubletime "Fuck Trump!"
Eminem fickt Trump, Bushido trifft AfD, EGJ-Sampler kommt, Kendrick zerlegt die VMAs. DJ Premier zelebriert Hip Hop, Trettmann liefert Hit nach Hit.
Alle News anzeigen

Die Vermutung, es handle sich beim A$AP Mob ausschließlich um ein Musik-Unterfangen, ist ebenfalls falsch. Vielmehr versammelt die Crew gleichermaßen Designer, Regisseure, Produzenten und eben auch Rapper.

Aufgewachsen in der gleichen Gegend, lernt das Gründungstrio schnell die restlichen Mitglieder, allen voran Rocky und Ferg, kennen. Hier tritt das musikalische Potenzial zutage. Zu den Songs "Peso" und "Purple Swag", produziert vom Mitglied Ty Beats, schneiden sie gemeinschaftlich zwei ästhetisch dem Mob entsprechende Videos. Beide gehen durch die Decke.

Unter der Schirmherrschaft von Yams, der alle Beats pickt, veröffentlicht Rocky sein 2011 DebÜt-Mixtape "LiveLoveA$AP". Darauf vertreten: weitere Produktionen von Ty Beats, Gastparts von den Crew-Mitgliedern Ferg, Nast und Ant, Artwork und Gestaltung von Bari. Ein Gemeinschaftsprojekt, das unter dem Namen Rockys läuft. Das Ausmaß der Reaktionen übertrifft alle Vorstellungen.

Die Folge: Rocky macht einen mit drei Millionen US-Dollar Vorschuss dotierten Vertrag bei Sony klar. Die eine Hälfte fließt in sein neues Album, die andere an den Mob, um die Plattform zu vergrößern.

Bari und Dom designen fortan für das angesagte Klamotten-Label Blackscale eine Kollektion. Sie trifft auf großes Interesse und zeigt, abgesehen von Odd Future erstmals seit der Wu-Wear des berühmten Clans, wie eng Musik und Mode in Verbindung stehen. Die komplette ästhetische Vision des Mobs findet weltweit Anklang.

2012 folgt das "Lords Never Worry"-Mixtape, diesmal vom ganzen Mob. Der Gewinner: A$AP Ferg. Der veritable Untergrund-Hit "Work" lässt ihn als direkten Nachfolger Rockys in die Superstar-Pipeline nachrücken. Doch zunächst schlägt noch einmal dessen große Stunde.

Anfang 2013 erscheint A$Ap Rockys Album "Long.Live.A$AP", erringt die Pole-Position in den amerikanischen Charts und setzt knapp 140.000 Einheiten in der ersten Woche ab. "A$AP Worldwide", der oft zitierte Slogan, wird Realität.

Mitte des Jahres legt Ferg sein Solo-Debüt nach: "Trap Lord" landet auf Platz neun in den Charts und besetzt eine eigene interessante Sparte im amerikanischen Rap-Game: Es gab wahrlich schon schlimmere Erstlingswerke.

Der A$AP Mob hat die Welt erobert. Einst gegründet, um Partys unsicher zu machen und beschränkt darauf, einen Blog zu führen, hat sich wohl keines der Mitglieder im Ansatz erträumt, wohin sie ihr Projekt einmal führen soll.

Für die Crew ist der A$AP Mob zum Lebensinhalt geworden. "Das gibt uns allen etwas, wofür es sich zu leben, am nächsten Tag aufzuwachen lohnt. Wir wissen, das es einen Grund gibt, warum wir hier sind, und dass wir etwas besseres verdient haben", erklärt Mitgründer Yams.

Der Tag, an dem Yams morgens trotz tausend guter Gründe nicht mehr aufwacht, kommt dennoch schneller als gedacht. Am Morgen des 18. Januars 2015 gibt A$AP Rocky via Instagram die traurige Nachricht bekannt: A$AP Yams lebt nicht mehr. Er starb mit nur 26 Jahren, der A$AP Mob verliert seinen Gründer und umtriebigsten Strippenzieher.

2016 markiert das Jahr der großen Hommage an Yams: Der A$ap Mob veröffentlicht das Album "Cozy Tapes: Vol. 1 Friends", auf dessen Cover der kleine Yams als Baby prangert und die Lyrics getränkt sind von Reminiszenzen an den einstigen Labelboss. Darüber hinaus überzeugt das Debütalbum mit tollen Featuregästen, atmosphärischen Beats und einer großen Portion Swag.

Der A$ap Mob hat sich zum Ziel gesetzt, den NYC-Ganstarap, insbesondere Harlem, wieder auf die Landkarte des Hiphop zu setzen. Mit ihren beiden Aushängeschildern Pretty Flacko und Ferg gelingt das ganz hervorragend und die restlichen Mitglieder der Crew bringen vielseitigen Input mit.

News

Alben

Surftipps

Noch keine Kommentare