Porträt

laut.de-Biographie

Stefflon Don

"Du magst nicht, was ich mache? Dein Problem. Es geht nicht um dich. Ich bin nicht hier, um irgendwen zufriedenzustellen." Mit selbstbewussten Statements erobert die Britin Stefflon Don nicht nur die BBC-Newcomerliste "Sound of 2017", sondern auch die Musikwelt zwischen Rap und Grime im Expressverfahren.

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Das Drake-Cosign mit jamaikanischen Wurzeln auf Elternseite setzt auf Attitüde und Echtheit und macht diesbezüglich keine Kompromisse. "Heute geht es in der Musik mehr denn je darum, sich wohl in der eigenen Haut zu fühlen. Die Leute merken, ob du real oder fake bist. Wenn deine Fans dazu ermutigen kannst, authentisch zu sein, finde ich das großartig."

Misogyne Anwandlungen, die selbstsicheren weiblichen MCs auch in den 2010ern, etwa in Form von YouTube-Kommentaren, noch entgegenwehen, wischt Don schlicht mit einem souveränen Lachen weg.

Die musikalische Grätsche zwischen verschiedenen Hip Hop-Genres verdankt Don, die bürgerlich Stephanie Allen heißt, auch ihrer eigenen Migrationsgeschichte. Mit fünf zieht die gebürtige Birminghamerin mit der Familie nach Rotterdam. Erst als Teenagerin besucht sie eine Londoner Highschool.

Anfänglichen Ausgrenzungsversuchen begegnet Stefflon Don extrem selbstbewusst: Innerhalb weniger Monate steigt sie aufgrund ihrer Furchtlosigkeit zu einem der beliebtesten Kinder in der Schule auf. Nach ihrem Abschluss probiert sie sich zunächst als Friseurin und als Konditorin aus.

Doch dann dreht Don den Swag auf und wechselt bei den ersten Rap-Gehversuchen bereits zuversichtlich zwischen Grime und UK Rap, zwischen London-Akzent und Patois. "In meiner Musik existiert keine Trennwand. Ich bin stets offen für neue Dinge und verschiedene Styles."

2015 wird der Einsatz belohnt. Ihr Remix von Lady Leshurrs "#LUKATAR" sowie von Section Boyz' "Lock Arff" macht sie landesweit bekannt. Dann kollaboriert die Rapperin mit Chicagos R&B-Star Jeremih auf dessen "Late Nights: Europe"-Mixtape. Die eigene Debütsingle "Real Ting" und die gleichnamige Mixtape-Premiere folgen 2016. "Ting" erobert Platz vier der iTunes-Hip Hop Charts.

Starke Frauen wie Lil' Kim, Foxy Brown, Missy Elliott oder aus den Reihen von Destiny's Child prägen Dons künstlerisches Selbstverständnis. "Alles, was Missy damals rausgebracht hat, war einfach einzigartig", blickt sie bewundernd zurück. Fans wie Medien vergleichen die Britin unterdessen regelmäßig mit Nicki Minaj.

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