Porträt

laut.de-Biographie

Slayyyter

"I feel like a lot of my fans are just Charli XCX fan accounts" erzählt Slayyyter in einem Interview. Das ist jedoch in keinster Weise bitter von ihr gemeint, denn ohne ihre loyalen Twitter-Follower hätte die 23-jährige den Durchbruch wohl nicht so schnell geschafft. Sie ist ein weiteres Paradebeispiel dafür, wie das Internet sonst wohl unentdeckt gebliebene Talente fördert und bedingungslos supportet.

Slayyyter - Slayyyter Aktuelles Album
Slayyyter Slayyyter
Poppers für die Ohren.

Schon seit ihrer Schulzeit arbeitet Catherine Slater an eigener Musik. Von ihrem aktuellen Status als Underground-Pop-Queen ist sie damals allerdings noch weit entfernt. Denn auch wenn sie von Pop-Ikonen wie Britney Spears, Nelly Furtado oder Justin Timberlake schon immer fasziniert war, fallen ihre ersten musikalischen Anläufe eher untypisch aus. Statt glitzerndem Bubblegum-Pop versucht sie sich an 80s Lo-Fi den sie selbst über halblegal beschaffte Beats mixt. Sie bezeichnet ihre musikalischen Anfänge jedoch auch selbst als "kinda boring".

Man merkt ihr an, dass sie sich in ihrem aktuellen Umfeld hingegen pudelwohl fühlt. Zusammen mit ihrer Stammproduzentin Ayesha Erotica und ihrem Graphic-Designer glitchmood, zu denen sie mithilfe ihrer Fans über Twitter in Kontakt getreten ist, lässt sie Eurodance und den knallbunten Pop-Trash der frühen 2000er wieder aufleben. Genres, die rückblickend gleichermaßen vermisst wie verdammt werden.

Ihre Musik ist jedoch keine dreiste Kopie, sondern kombiniert verschiedenste Elemente von Paris Hilton bis Britney Spears und vermischt sie mit den progressiven Produktionen eines PC-Music Signees. Auch ihr Auftreten ist dem angepasst und bedient damit genau das, was ihre Fans wollen. Eine moderne und upgegradete Version der Popstars von damals die sie so sehnlichst vermissen.

Das eben jene Fans dann auch der Kickstarter für ihre Karriere sind ist irgendwo die logische Konsequenz. Durch zahlreiche Memes, Retweets und Lobeshymnen wird irgendwann Charli XCX auf die Sängerin aufmerksam und packt sie prompt in ihre "The Motherfucking Future" Spotify-Playlist. Von da an dauert es nicht lange bis ihre Single "Mine" in die iTunes Pop-Charts einsteigt.

Was sie jedoch von den unschuldigen, mädchenhaften Popstars von damals grundlegend unterscheidet wird deutlich wenn man etwas tiefer in ihren ansehnlichen Katalog aus Singles eintaucht. Die 23-jährige steht offen zu ihrer Vergangenheit als Camgirl und fackelt ergo auch in ihren Texten nicht lange: "All I want for Christmas is to get fucked. Take a big hit, get my tits sucked" singt sie auf "All I Want for XXXmas". Da würden den Popstars von damals die Münder offen stehen bleiben. Was ihre Mutter von all dem hält? In einem Interview erzählt Christine: "Sie ist so eine süße Lady außerdem hatten meine Schwester und ich schon immer so ein loses Mundwerk.

Noch lebt sie in ihrem Geburtsort St. Louis zusammen mit ihrer Familie, da sie es sich aktuell noch nicht leisten kann auszuziehen. Das dürfte sich jedoch in absehbarer Zukunft ändern. Die meisten Konzerte ihrer erste Headliner-Tour sind komplett ausverkauft und ihr Debüt-Mixtape "Slayyyter" steigt am Release-Day direkt auf Platz 14 der iTunes-Charts ein. Für sie fühlt sich der Erfolg jedoch noch surreal an. Als ein Fan ihr bei einem Konzert einen 20 Dollar-Schein auf die Bühne wirft, sei ihr erster Gedanke "Oh Ich kann mir morgen Taco Bell leisten" gewesen, erzählt sie dem Musikmagazin "The Fader".

Wer allerdings jetzt schon beginnt die Sängerin in Schubladen zu stecken, sollte ihr ein wenig Zeit geben. Sie kündigt bereits nach nur einem veröffentlichten Projekt an, dass sie es für absolut möglich hält zukünftig in eine komplett andere musikalische Richtung zu gehen: "I want to change it up, maybe one day do hardcore metal music."

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