Porträt

laut.de-Biographie

Oehl

Auf einer Party in Salzburg lernen sich Ariel Oehl und Hjörtür Hjörleifsson 2007 flüchtig kennen. Für die beiden eine "kosmische Begegnung". Ein paar Jahre später, im Hochsommer 2016, meldet sich der Österreicher Oehl beim Isländer Hjörleifsson mit den Worten "Mein Keller ist kühl. Komm."

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Von da an geht es Schlag auf Schlag. Die beiden veröffentlichen drei Singles, die direkt mit Features auf Streamingportalen und Airplay im Radio bedacht werden. Bevor sie die vierte Single releasen, unterschreiben sie bei Grönland Records, dem Label von Herbert Grönemeyer, mit dem sie anschließend direkt auf Stadiontour gehen.

Von all dem Trubel scheinen sich die beiden wenig beeindrucken zu lassen. In einem Interview sagt Sänger Ariel Oehl "als Casper gepostet hat: 'Oehl, Song des Jahres', habe ich nicht gewusst wer das ist."

Vielleicht liegt das daran, dass die beiden schon lange in verschiedenen Konstellationen Musik machen. Hjörleifsson, der bei Oehl für Bass und Percussion zuständig ist, hat mit der Band Chili And The Whalekillers bereits fünf Alben aufgenommen. Ariel Oehl hat vor allem alleine mit seinem Computer musiziert, unter anderem aber auch schon mit Soap&Skin gesungen. Er ist auch für die Texte der Band verantwortlich und hat im Schreiben viel Übung: "Ich stehe jeden Morgen um halb sechs auf, schreibe zwei Stunden. Das mache ich seit meinem 13. Lebensjahr. Ich stehe mit dem Sonnenlicht auf und gehe mit dem Sonnenlicht schlafen, da ist der Tag noch frisch, alles ist möglich. [...] Nachtleben ist das Schlimmste für mich, um Neun bekomme ich keinen geraden Satz mehr heraus. Deshalb habe ich vor dem Livespielen etwas Angst."

Dazu passt, dass er für aktuelle Popkultur kein großes Interesse hegt. Lieber hört er Komponisten aus der Renaissance, dem Barock, vor allem aber der Romantik.

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Auf die Frage, in welche Schublade die beiden sich einordnen würden, antworten sie gegenüber Diffus: "Wir machen romantische Musik". Besonders wichtig ist für sie die deutsche Sprache, so borgen sie sich auch schon mal Zeilen von Rainer Maria Rilke.

"Das ist das Schöne an der deutschen Sprache, dass man Dinge irrsinnig kompliziert machen kann." Tatsächlich machen Oehl Musik, die von Melancholie und Variabilität in den Arrangements geprägt sind "Ein Raum mit allen Instrumenten, die wir bisher verwendet oder eingespielt haben, wäre wirklich voll. Es wären Instrumente aus der Weltmusik drin, griechische Flöten, japanische Koto, isländischer Gesang. Wir probieren viel aus."

Im Januar 2020 erscheint ihr Debütalbum "Über Nacht".

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Termine

Fr 14.02.2020 München (Milla)
Sa 15.02.2020 Stuttgart (Club Cann)
Di 18.02.2020 Nürnberg (Club Stereo)
Mi 19.02.2020 Bremen (Lagerhaus)
Do 20.02.2020 Hamburg (Hafenklang)

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