Porträt

laut.de-Biographie

Jorja Smith

Jorja Smith gehört zur Riege jener junger Künstlerinnen, die bereits im Teenager-Alter als große musikalische Versprechen für die Zukunft gehandelt werden. Sie erarbeitet sich ihren Weg zum Erfolg selbst, indem sie über Jahre hinweg ihre Songs selbst releast. Doch bis die halbe Musikwelt auf das Mädchen mit der verrauchten Stimme aus dem Mittelwesten Englands blickt, ist Jorja selbst ihr größter Förderer.

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Außerdem ab Freitag erhältlich: Get Well Soon, Jorja Smith, Sleaford Mods, Lily Allen, Eisregen, Eric Clapton, Onkelz, Megadeth etc.

Aufgewachsen in der großindustriell geprägten Stadt Walsall nahe Birmingham, erfährt Jorja eine ausgeprägte musikalische Früherziehung. Besonders ihr jamaikanisch-stämmiger Vater übt einen großen Einfluss auf das noch junge Mädchen aus. Er selbst spielt in der Neo-Soul-Band 2nd Naicha und bemerkt früh Jorjas Gespür für Melodien, Rhythmik und Songwriting. Die eher klassischen Einflüsse ihres Dads wie Reggae oder Soul vermengt Smith später mit moderneren Strömungen wie House oder Grime, um so ihren ureigenen, dynamischen Style zu entwickeln.

Sie beginnt früh damit, Klavier zu spielen und erhält dadurch ein Stipendium einer renommierten Musikschule in ihrer Heimatstadt. Dort übt sie sich auch im Oboe-Spielen und nimmt klassischen Gesangsunterricht. In ihrer Freizeit kritzelt sie hunderte von Songs auf Notizblätter und in ihr Notebook. Im noch zarten Alter von 15 Jahren richten sich erstmals zaghafte Blicke der Musikindustrie auf das junge Talent: Ein Schulfreund stellt ein Cover von Alex Clares "Too Close" auf YouTube, das auch weit über den lokalen Schulhof hinaus für Aufsehen sorgt.

Nach ihrem Abschluss verlässt die damals 18-Jährige ihr gewohntes Umfeld und zieht in die britische Metropole schlechthin: London. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, jobbt sie in einem Starbucks-Café. Daran hält sie auch noch fest, als ihre Karriere bereits ins Rollen kommt. Den Grundstein dafür setzt sie allerdings selbst: Anfang 2016 veröffentlicht sie ihre Single "Blue Lights" - die aus einem Schulprojekt heraus entstanden war - kurzerhand über ihren eigenen Soundcloud-Channel. Der Song referenziert Dizzee Rascals "Sirens", das seinerzeit große politische Wellen schlägt. Genauso wie die darauffolgende Single "Where Did I Go?" findet der Track großen Anklang und bahnt sich schnell seinen Weg in die Playlisten und Radiostationen weit über die Landesgrenzen hinaus.

Jorja Smith - Lost & Found Aktuelles Album
Jorja Smith Lost & Found
Eine spannende Momentaufnahme, die Lust auf mehr macht.

Ende 2016 releast sie mit "Project 11" ihre erste lose Song-Sammlung. Die Veröffentlichung besteht aus vier eher reduzierten und souligeren Nummern und erhält verhältnismäßig wenig Resonanz. Im größeren Stil von sich reden macht Jorja erst wieder mit eigenständigen Singles und Gastauftritten. Drake, der stets ein gutes Händchen für Newcomer beweist, schenkt Jorja zu dieser Zeit ein gesamtes Interlude und ein prominentes Feature auf seinem Playlist-Album "More Life". Kurz darauf veröffentlicht Smith "On My Mind", das ihren Status als "das nächste große Ding" eindrucksvoll untermauert. Auf garage-artigem Uptempo-Beat singt Smith mit ihrer soulig-verrauchten Stimme so gefühlvoll, dass sich viele Fans direkt in die Neunziger zurückversetzt fühlen. Passend dazu ihr Retro-Look, der für viele junge Fans als Inspiration dient.

2018 werden Jorjas großte Ambitionen dann endgültig bestätigt. Sie gewinnt bei den Brit Awards den renommierten Critics Choice-Preis und reiht sich damit in eine illustre Schar Musiker ein wie Adele, Sam Smith oder Florence + The Machine, die den Preis bereits vor ihr gewinnen konnten. Pitchfork titelt überschwänglich von einer "Stimme, die die Welt heilen könne". Im Verlauf des Jahres folgt dann das lang erwartete Debütalbum "Lost & Found".

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Alben

Jorja Smith - Lost & Found: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2018 Lost & Found

Kritik von Emilia Göttlich

Eine spannende Momentaufnahme, die Lust auf mehr macht. (0 Kommentare)

Surftipps

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