Porträt

laut.de-Biographie

Chromatics

Formiert als No Wave-Quartett im Seattle des noch jungen Jahrtausends, wandelt sich mit dem Umzug nach Portland, Oregon auch der Sound der zunächst vierköpfigen Chromatics. Anfänglich noch recht Gang Of Four-postpunkig, roh und lofi ausgerichtet - man ist über Drummerin Hannah Blilie und Gitarrist Devin Welch gar mit der ebenfalls in Seattle-ansässigen Postcore-Clique Blood Brothers verbündelt - widmet man sich zunächst "sloppy post-punk revisionism channeled through Pacific Northwest indie rock", wie es Allmusic gut auf den Punkt bringt. Das Debüt "Chrome Rats vs. Basement Rutz" fängt diesen Sound 2003 bestens und mit viel Presselob ein.

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Dennoch zerfallen die Chromatics in der Folge in zahlreiche anderen Projekte (u.a. Shoplifting), bis nur noch Adam Miller das ursprüngliche 2001er-Lineup repräsentiert. Nach einigen Umbesetzungen bilden schließlich Gitarrist Miller, Sängerin Ruth Radelet, Schlagzeuger Nat Walker und Produzent/Multiinstrumentalist Johnny Jewel das Bandgerüst. Für den Release des dritten Albums wechseln sie von Gold Standard Laboratories zum angesagten Kleinstindie Italians Do Better.

"Night Drive" beschreibt 2007 einen radikalen Wechsel vom früheren Postpunk hin zu Dark Italo Disco und verträumtem Synthpop. Insbesondere in den Blogosphären um Pitchfork und Co. gewinnt das Quartett damit viele neue Freunde. 2011 setzen die zunehmend soundtrackhafteren Chromatics mit einem Beitrag für den Ryan Gosling-Filmhype "Drive" weitere Ausrufezeichen. Ihre ätherische, Noir-lackierte Filmhaftigkeit zwischen Giorgio Moroder, New Order und M83 leben die Chromatics mit einem 17-Songs-Zirkel namens "Kill For Love" aus. Vor allem das berührende Neil Young-Cover "Into The Black" befreit sie aus dem Status des Geheimtipps.

Bis sie 2018 mit "Black Walls" erstmals wieder einen neuen Song präsentieren, genießen die Chromatics ihre Popularität, die sich auch in Werbe-Aufträgen ausdrückt. Für einen "Mango"-Spot mit Kate Moss und Cara Delevingne nehmen sie sich 2015 einen weiteren Klassiker vor, dieses Mal Cyndi Laupers "Girls Just Wanna Have Fun". Auf das ewig angekündigte neue Album "Dear Tommy" wartet die Welt dagegen vergeblich. 2018 vergeht ohne weitere Neuigkeiten, erst im Herbst 2019 geht es plötzlich ganz schnell. Dem Zeitgeist entsprechend steht das neue Album "Closer To Grey" mit zwölf neuen Songs (ohne "Black Walls") ohne große Ankündigung über Nacht im Netz.

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Alben

Chromatics - Closer To Grey: Album-Cover
  • Leserwertung: 1 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2019 Closer To Grey

Kritik von Maximilian Schäffer

Technokratisch kühler Synth-Pop fürs menschengewärmte Bett. (0 Kommentare)

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