Porträt

laut.de-Biographie

Vive La Fête

Der Name deutet es schon an: Frankophonie wird groß geschrieben bei Vive La Fête. Wer nun allerdings glaubt, es hier mit echten Franzosen zu tun zu haben, der sieht sich getäuscht. Denn mit dEUS-Bassist Danny Mommens und dessen Partnerin Els Pynoo verbergen sich zwei Belgier hinter der Band, die sich nach dem Party-Kampfruf aller der französischen Zunge Mächtigen benannt hat.

Vive La Fête - Jour De Chance
Vive La Fête Jour De Chance
dEUS-Fans werden bei dieser Platte hellhörig.
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Im Schlafzimmer der beiden, wo Mommens am Synthie rumspielt und Pynoo leise Melodien dazu summt, erheben Vive La Fête der Legende nach 1998 die kuscheligen Lo Fi-Gehversuche schnell zum Markenzeichen: Elektropop im Schlafrock ist geboren. Mit dem ersten Release, der Mini-CD "Je Ne Veux Pas" macht das Duo auf sich aufmerksam und darf sogar nach Paris reisen, um dort das musikalische Ambiente einer Modenschau zu gestalten. Ein ad-hoc Erfolg, von dem viele Bands nur träumen.

1999 ist nach einer Reihe von Live-Gigs das heimische Schlafzimmer erst einmal wieder Ort der Handlung. Hier entstehen die Songs ihrer ersten CD "Attaque Surprise", auf der auch die Freunde von Ween zu hören sind. Bis zur Veröffentlichung ihres zweiten Longplayers "République Populaire" im Herbst 2001 finden Vive La Fête genügend Zeit, einem ihrer erklärten Idole zu huldigen: für die Compilation "Lucien Forever" nehmen sie den Serge Gainsbourg-Song "69, Année Erotique" auf.

Der zweite Tonträger ruft dann einen gänzlich fachfremden Mann auf den Plan: Karl Lagerfeld. Der Chanel-Designer kommt über den Pariser DJ Michel Gaubert an eine "République Populaire"-CD und jagt sie 2002 bei einigen Modenschauen über den Äther. Die logische Folge: Pynoo und Mommens dürfen ihren selbsternannten "Kitsch Pop" bald persönlich performen und bereisen die Laufstege von Paris bis Las Vegas und Tokyo. 2003 erscheint das dritte Album "Nuit Blanche", ein französischer Ausdruck für eine durchzechte Nacht. Dem Album folgt eine Tournee durch Belgien, Frankreich und die Schweiz.

Von der neu gewonnenen Fanbase scheinbar angestachelt, erscheint 2005 mit "Grand Prix" bereits der nächste Albumschlag. Nach wie vor verbindet das Duo Synthie-Pop der 80er mit NDW-Sounds, mischt diesen neuerdings aber auch ungeniert Gitarren unter. Mommens sieht es pragmatisch: "Wir wollten diese Musik schon immer für uns selbst, für alle Homosexuellen, Bisexuellen, Lesben und andere moderne Menschen wie du und ich machen. Und anschließend zusammen eine Party feiern." Auf Tour komplettieren Bassist Ben Brunin und Keyboarder/Drummer Marc Requilé die Mannschaft und verhelfen Vive La Fête so zu einem schicken Rock'n'Roll Line-Up.

2007 erscheint mit "Jour De Change" das bislang vielseitigste Album von Vive La Fête. Anleihen an das Erbe des französischen Chanson sind hier genauso zu hören wie verstärkt rockige Anleihen.

Alben

Vive La Fête - Grand Prix: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2005 Grand Prix

Kritik von Michael Schuh

In der Pubertät war das Duo noch unwiderstehlich ... (0 Kommentare)

  • Vive La Fête

    Offizielle Seite: Nicht ganz so stylish wie ihr Anspruch.

    http://www.vivelafete.be/
  • Vive La Fête

    Schöne Fanseite mit Webshop und Forum.

    http://www.vivelafete.net/

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