Porträt

laut.de-Biographie

Tierra Santa

La Rioja - wer kennt es nicht als spanische Hauptstadt des Rotenweins und Heavy Metals. Moment, Hard'n'Heavy aus Nordspanien? Ja, genau. Diesen Schwermetall-Zug sollte niemand verpassen, der auf handwerklich versierten und musikalisch inspirierten Power-Stoff abfährt. Tierra Santa heißt die Kapelle aus Logroño.

Und so heilig der Name klingt, so wenig fromm dübeln die fünf Iberer den Fans ihren schnellen und sehr melodischen Sound in die Ohren. Schon kurz nach Gründung der Band Anno 1997 entwickeln sich die Kumpel des heimischen Hardrock-Flaggschiffs Mago De Oz vom Geheimtip zum Starkult im gesamten spanischsprachigen und verwandten Raum inklusive Südamerika und Portugal.

Was ist denn so besonderes an der Truppe? fragt sich sicherlich manch einer in Nordeuropa. Recht konventionell gestrickter Metal auf den ersten Blick! Doch das täuscht gewaltig. Spätestens ab dem 2001er Erfolgsalbum "Sangre De Reyes" beweist das Quintett seine Ausnahmestellung im schnellen Metal traditioneller Prägung.

Sänger Ángel klingt kraftvoll und feurig südländisch. Er muss sich hinter den großen Shoutern wie Dickinson und co nicht verstecken. Die stets druckvollen und überraschend fette Produktion rundet das gehaltvolle Bild ab. Stilistisch bewegen sie sich gern zwischen den Polen ganz alter Helloween und New Wave Of British Heavy Metal à la Maiden. Diese Ausgangspunkte taugen zum Glück nicht als Schublade für langweilige Epigonen-Klischees.

Im Gegensatz zu vielen Nachahmern, die gerade in Südeuropa nicht selten ihr talentbefreites Unwesen treiben, definieren sie das Genre mit, statt es lediglich zu reproduzieren. So kann man auch bedenkenlos jedes Album von Tierra Santa ab 2001 empfehlen. Neulinge können sicherlich besonders über das gelungen schörkellose Live-Dokument "Las Mil Y Una Noches" einen bequemen Fuß in die Metal-Tür bekommen.

Bei so viel Können, wundert es nicht, dass die Santas mittlerweile auch in Nordeuropa und Deutschland auf eine stetig wachsende Fanschar blicken können. Kein Wunder also, dass sie gern gesehene Gäste in Wacken und auf anderen renommierten Festivals sind. 2010 toppen sie ihre eigene steile Leistungskurve ein weiteres Mal. "Caminos De Fuego" bündelt alle alten Stärken und tritt auch kompositorisch so manch einer lahm gewordenen Legende gehörig in den Allerwertesten.

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