Porträt

laut.de-Biographie

The Triffids

Sie gelten als die australischen Echo And The Bunnymen. Nur leider ohne bleibenden Erfolg. Trotz breit angelegter Tourneen durch ihren Heimatkontinent und Europa bleiben sie die große Unbekannte aus Down-Under. Der Triffids-Sound pendelt zwischen Indie-Rock mit Folk-Einflüssen.

Zwei gelangweilte Teenager wachsen im australischen Perth auf. Um dem gähnend langweiligen Alltag Ende der 70er Jahre zu entkommen, schnappen sich David McComb (Gesang, Bass, Gitarre) und Alan MacDonald (Drums und Gesang) einen Kassettenrekorder mit Aufnahmefunktion und finanziell erschwingliche Instrumente. Das Duo bezeichnet sich als The Triffids, inspiriert von dem post-apokalyptischen Roman von John Wyndham. Schnell stoßen Andrew McGowan (Gitarre), Julian Douglas-Smith, Byron Sinclair und Phil Kakulas zur Gruppe.

Nur ein Jahr später steigen die beiden letztgenannten Jungs wieder aus. Die ständigen Wechsel sind fortan ein Markenzeichen der Gruppe. Allan MacDonald, David und Robert McComb bilden den festen Kern.

Ihre ersten Aufnahmen auf Kassette zeigen Einflüsse von Patti Smith, Kraftwerkund den frühen Talking Heads. Sie nehmen über 80 Songs auf Band auf und verkaufen sie in lokalen Plattenläden. Der Gedanke, eine Vinyl-Platte zu veröffentlichen, liegt noch in weiter Ferne.

1980 gewinnen sie einen Bandwettbewerb in Down-Under und nur ein Jahr darauf veröffentlichen sie ihre erste professionell produzierte Single. Ihr Bandleben besteht ab da aus zahlreichen Gigs, langen Aufnahmesessions und der Suche nach passendem Ersatz für die Mitglieder, die den Dienst am Instrument quittieren.

Die Presse verlieit ihrem 1983 veröffentlichten Debüt "Treeless Pain" den Titel des besten Indie-Rock-Album des Jahres. Nachdem sie etliche Gigs spielen und zehntausende Tour-Meilen auf dem heimischen Kontinent sammeln, beschließen sie einen Schritt weiter zu gehen: Sie fliegen nach Europa.

Dort laufen sie zu Hochform auf und zieren unter anderem das Cover des NME. Das Magazin schreibt, es werde das Jahr der Triffids. Sie touren durch ganz Europa und spielen als Support für Echo And The Bunnymen. Mit der nötigen Aufmerksamkeit und mit gestärktem Selbstbewusstein bespielen sie im Sommer das Glastonbury, Pinkpop, Waterpop und Roskilde-Festival.

Sie nehmen weitere Alben auf, Touren wie die Wahnsinnigen und lassen sich von der Presse feiern. Ihr Erfolg hält bis Ende der 80er an. Die positiven Reaktionen der Hörerschaften in Form von Plattenkäufen lassen allerdings nach. Die verkaufserfolge der Alben fallen mager aus. Im August 1989 treten sie das letzte Mal auf, in der Uni von Canberra.

Nach der Bandauflösung wird es ruhig um die Band. Erst der jüngere McComb platziert sich wieder breitformatig in den Schlagzeilen. Nach Herzproblemen, einem Unfall und einer Heroinüberdosis stirbt der ehemalige Bandkopf David McComb.

2006 veröffentlicht Domino Records eine komplette Neuauflage aller Alben, inklusive einer Sammlerbox.

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