Porträt

laut.de-Biographie

The Strumbellas

Es ist gar nicht despektierlich gemeint, wenn man festhält: The Strumbellas aus Toronto sind ziemlich exakt die idealtypische kanadische Folkpop-Formation. Das Sextett hat schließlich sämtliches Zubehör für mitreißende wie mitsingbare Songs im Inventar.

Der bärtige Leadsänger Simon Ward gleicht nicht nur äußerlich dem archetypischen Folk-Waldschrat, er reißt sich auch zu bluesigem Countryfolk genauso das Herz aus der Bluse wir zu aktivierendem Hymnenpop, wie er auch von einer anderen vielköpfigen kanadischen Band bekannt ist. Seit der Strumbellas-Gründung in 2008 besingt er Schaufeln und Erde, erzählt vom Schmerz, der zum Leben nun mal dazugehört und beschreibt, wie er Banjos gen Himmel reckt.

Dabei unterstützen ihn Akustik- und E-Gitarren, Geigen und Choralgesänge, ohne dass die Band indes allzu häufig Gefahr liefe, völlig die Bodenhaftung zu verlieren. Der Sechser selbst nennt seinen Sound dementsprechend schlicht "Folk Popgrass". Auch US-Talkshow-Host Jimmy Kimmel gefällt die beschwingte Strumbellas-Art sehr und lädt den Act auf seine Showbühne. Anlässlich des dritten Langspielers "Hope" via Glassnote Records/Universal 2016 verzeichnet die Formation dann bereits Multimillionen-Plays auf Spotify und Co. In den US-Alternative Charts steht man zwischenzeitlich auf der Pole Position. Der Weg dahin war allerdings etwas länger.

Schon 2009 veröffentlichen Ward und seine Mitstreiter David Ritter, Jon Hembrey, Izzy Ritchie, Darryl James und Jeremy Drury ihre selbstbetitelte Debüt-EP, geschlagene drei Jahre später erscheint die LP-Premiere "My Father And The Hunter" im Selbstrelease. In Kanada wird die Platte augenblicklich zum Verkaufserfolg und 2013 für den renommierten Juno-Award in der Kategorie "Roots & Traditional Album of the Year" nominiert. Der Albumnachfolger gewinnt im darauffolgenden Jahr die begehrte Auszeichnung.

Der Rest ist ausgiebige Tour- und Erfolgsgeschichte. Während die Strumbellas – wenig überraschend - regelmäßig mit Mumford & Sons verglichen werden, bezeichnen sie selbst Edward Sharpe & The Magnetic Zeros, The Supremes, Meat Loaf und Sinéad O'Connor als Einflüsse. "Wir lieben einfach Popmusik! Musik, die dir ins Ohr geht und dort nicht mehr verschwindet. Das ist auch unser Anspruch", betont Simon Ward auch im Interview. Idealtypischen Pop muss man eben auch erst mal so gut hinkriegen wie diese Kanadier ...

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