Porträt

laut.de-Biographie

The Oppressed

Die walisische Skinhead-Band The Oppressed hat sich nie gescheut, deutlich Stellung zu beziehen. Vor allen Dingen Bandgründer und Frontmann Roddy Moreno macht aus seiner antifaschistischen Überzeugung kein Hehl. Im politisch konservativen Klima der 80er Jahre ist das alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Bekannt ist Moreno nicht zuletzt aufgrund seiner Parteinahme für die SHARP-Bewegung (Skinheads Against Racial Prejudice). Deren Ideale lernt er während eines USA-Besuchs Ende der 80er Jahre kennen und verbreitet sie in der Folge auf Tonträgern und Konzerten von The Oppressed sowie in seiner Funktion als Labelmanager.

The Wurzeln von The Oppressed reichen allerdings zurück bis ins Jahr 1981, als sich nach einigen wirren Besetzungswechseln Roddy (Gitarre und Gesang) und seine Bruder Dom Moreno (Bass), Russel 'Ducky' Payne (Gitarre) und Lee Jenkins (Schlagzeug) als Line-Up herausschälen. In dieser Zusammensetzung nimmt die Band nur wenige Songs auf, spielt einige Konzerte. Zwei Singles werden 1983 veröffentlicht, darunter die Oi-Klassiker "Victims/Work Together". Die nicht minder klassische LP "Oi Oi Music" erscheint, bevor sich The Oppressed 1984 auflösen.

Danach bringt Moreno mit "Fatal Blow" und "Dead & Buried" zwei weitere The Oppressed-LPs heraus. Mitte der 90er Jahre reaktiviert Sänger Roddy Moreno die Band. Während der vorhergehenden Auszeit hält er dem Street-Punk jedoch mit seinem Label Oi! Records stets die Treue. Das Schwesterlabel Ska Records kümmert sich logischerweise um Ska-Bands. Mit der Neugründung erscheinen auch neue Alben, z.B. "Music For Hooligans" und "We Can Do Anything", auf dem Coverversionen von 4-Skins, Sham 69 und Cockney Rejects zu finden sind.

The Oppressed bleiben sich im Verlauf ihrer Karriere immer selbst treu und nehmen nie ein Blatt vor den Mund. Das Selbstbewusstsein der Band zeigt sich unter anderem in ihrem Gassenhauer "We're The Oppressed", in den es heißt: "People fear us, think we're strange / Boots and braces, we won't change / We will never be second best / You know us, We're The Oppressed".

2006 gibt die Band erneut ihre Auflösung bekannt. In den Jahren zuvor sind die beiden Moreno-Brüder jedoch auf zahlreichen Festival und Konzerten in ganz Europa aufgetreten, wo sie als eine der klassischen Oi-Bands die Früchte ihre langjährigen Arbeit ernten konnten. Sänger Roddy Moreno schließt in einem Interview 2007 eine erneute Reunion denn auch nicht aus: "Wir haben uns ständig aufgelöst und Comebacks gefeiert. Wir hatten immer gute Zeiten zusammen."

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