Porträt

laut.de-Biographie

The Hi-Fly Orchestra

Was haben Jazz, lateinamerikanische Rhythmen, Soul, Funk und die bayerische Hauptstadt miteinander zu schaffen? Nicht genug, müssen sich Bassist Jerker Kluge und Saxophon- und Flötenspieler Florian Riedel gedacht haben, als sie mit der Gründung des Hi-Fly Orchestras dem Barrio Jazz in München den Boden bereiten.

Im New York der 60er Jahre erlebte dieses Genre seine erste Blütezeit. Mehr und mehr Einwanderer aus Puerto Rico, Kolumbien, Venezuela und von Kuba bringen karibische Klänge aus ihren Herkunftsländern mit. Im Schmelztiegel der Metropole treffen Bossa Nova, Boogaloo, Mambo und Salsa auf Bebop, Rhythm And Blues, Jazz, Soul, Funk und Rock - und hinterlassen Spuren.

Aus der Fusion erwachsen Karrieren. Tito Puente, Ray Barretto oder Sergio Mendes: nur Einige derer, die den Genre-Spagat mit Bravour absolvieren. In deren Tradition - nicht etwa in der seichter Latinpop- oder Brazilectro-Kompilationen - bewegen sich Kluge und Riedel, die selbstverständlich auch ihre Jazz-Hausaufgaben gemacht haben.

Um ihre Vision der vielschichtigen, überaus tanzbaren Mixtur umzusetzen, braucht es Mitstreiter. Die beiden Gründer scharen 2005 Musiker-Kollegen um sich, bis das Line-Up des Hi-Fly Orchestras endgültig steht. Am Piano sorgt Christian Goll, an den Drums und Percussion Hajo Von Hadeln und César Granada für den Rhythmus. Die Bläser verstärkt Johannes Herrlich an der Posaune.

Die sechsköpfige Combo erspielt sich in und um München und bald über die Region hinaus einen Ruf als exzellente, blendend aufeinander eingespielte Live-Band. Zum Repertoire zählen neben Coverversionen auch eigene Stücke. Der unterschiedliche musikalische Hintergrund der Beteiligten hilft bei der Verwurstung der vielfältigen Einflüsse. Die gemeinsame Liebe zum Jazz bewahrt davor, sich in Zerfahrenheit zu verirren.

2007 bannen die Herren vom Hi-Fly Orchestra erstmals einige ihrer Tracks auf einen Tonträger. Das Prinzip - höllisch tanzbare Musik ohne die Hilfe eines DJs, ohne Sampling und ohne elektronisches Gerät zu erschaffen - spiegelt sich in der Studiotechnik: Archaisch anmutendes Aufnahmegerät garantiert den authentischen Sound. Letztlich zählt ohnehin nur, worüber man beim Hi-Fly Orchestra im Übermaß verfügt: der Groove.

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