Porträt

laut.de-Biographie

The Dust Dive

Seinen Wohnsitz hat das amerikanische Trio, dessen Sound sich zwischen Americana, Folk und sanften Psychedelica bewegt, in Brooklyn, New York. The Dust Dive neigen zu düsteren, introspektiven Klangfarben, inspiriert vom skeptischen Blick auf die Missstände der Zeit.

Die von den amerikanischen Ureinwohnern (White Mountain Apache) abstammende Multiinstrumentalistin Laura Ortman bietet als Umschreibung des Sounds "party songs without the party music" an. Organist und Sänger Ken Switzer bezeichnet die Musik treffender als "experimental campfire music". The Dust Dive-Auftritte offenbaren sich meist als Performances, die Musik mit Super 8-Video-Einspielungen und anderen Installationen verbinden.

Mit cineastisch, romantisch-melancholisch veranlagten Klanglandschaften bewegt sich die 2000 gegründete Band atmosphärisch in eine ähnliche Richtung wie Bill Callahans Smog, Dirty Three, Will Oldhams Palace oder die frühen Werke der Indiefolk-Helden Iron And Wine. Unspektakulär und unaufgeregt wirken die Kompositionen, getragen vom warmherzigen Gesang Bryan Zimmermans.

Der Sänger erblickt 1973 in Olathe, Kansas das Licht der Welt. Mit fünfzehn Jahren beginnt er sich für interdisziplinäre Kunstformen zu interessieren und studiert später in Kansas Kunst. Den Großteil seiner kreativen Zeit verbringt er damit, sich künstlerisch und kritisch mit der amerikanischen Geographie, der Landnutzung und Kultur auseinanderzusetzen.

Er verdingt sich als Künstler und Fotograf, der sich vor allem für die Belange benachteiligter Randgruppen und Territorien einsetzt. Seine multimedialen Installationen untermalt er mit Eigenkompositionen. Seit 1997 lebt Zimmerman, der auch die meisten Songtexte schreibt, mit seiner Frau Laura in Brooklyn.

Laura wächst in Alton, Illinois in einer musikalisch geprägten Familie auf, lernt als Geige und ist bereits als Teenager Violinistin beim Louis Youth Symphony Orchester sowie im Alton Symphony Orchester. Nach ihrem Studium der Visuellen Kunst arbeitet sie als Künstlerin und Soundtrack-Komponistin.

Ortman übernimmt bei The Dist Dive die Violine, spielt Klavier und E-Gitarre, kümmert sich ums Sampling und singt auch. Mit Brad Kahlhammer ruft sie außerdem die Band National Braid ins Leben, die 2002 ein selbstbetiteltes Album veröffentlicht. 2006 bringt sie darüberhinaus ein mit Martin Bisi eingespieltes Soloalbum ("Tens Of Thousands") auf den Markt, das sie ihrer 2002 verstorbenen Mutter widmet.

Ken Switzer, der seinen Lebensunterhalt als Künstler und Kulturjournalist bestreitet, komplettiert das Trio. The Dust Dive prägt er mit prägnantem Orgelspiel (Reed, Hammond) und seinen Backingvocals.

Erst 2004 erscheint das Debüt "Asleep Or Awake Walk" in den USA über die Non-Profit-Organisation free103point9, die auch ein Label unterhält. In Europa kommt die Platte via Own Records ein Jahr später. Die Presse reagiert wohlwollend auf das langsame, mit Gitarre, Orgel, Cello und diversen Effektgeräten instrumentierte Werk.

Im November 2007 erscheint der Nachfolger "Claws Of Light" (Own Records), der sich mit reduzierter Instrumentierung und einfacher Struktur nahtlos an den Erstling anschließt. Als Produzent gewinnen die New Yorker Jason Loewenstein (Sebadoh, Fiery Furnaces), der die Songs vereinzelt mit weichen Schlagzeugrhythmen erweitert. Im März 2008 schauen The Dust Dive im Rahmen ihrer Europa-Tour auch in Deutschland vorbei.

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