Porträt

laut.de-Biographie

The Cadillac Hitmen

Für Europäer sind gewisse amerikanische Kulturphänomene schwer zu begreifen. White Trash, vor langer Zeit einmal als Schimpfwort in die Welt gesetzt und inzwischen zum trendigen Markenzeichen umkodiert, fällt zweifelsfrei in diese Kategorie. Russ Mayer, Filmemacher mit einer Vorliebe für großbrüstige Frauen, darf sich zu Gute halten, so etwas wie der Grand Seigneur des White Trash zu sein.

1965 schreibt er sich mit verruchten Meisterwerken wie "Mudhoney" oder "Faster, Pussycat! Kill! Kill!" ein für alle Mal in die Annalen der Filmgeschichte. Etwa um dieselbe Zeit erblicken Tina Marconi, Robert Garceau, Jeff Morris und Steve Toland irgendwo zwischen Boston und San Francisco das Licht der Welt. Rund zwanzig Jahre später treffen die vier aufeinander und beschließen, The Cadillac Hitmen zu gründen, um den passenden Soundtrack zum White Trash-Leben einzuspielen.

Schnell sind zwei Gitarren und ein Bass umgeschnallt, das Schlagzeug bereitgestellt. So entsteht 1998 das Debütalbum "The Assassin" in einigen Tequila-geschwängerten Nächten. Surfrock, wie ihn The Ventures mit poppigem Anstrich auftischten oder Dick Dale in roher Form zelebriert, nennt das Quartett als Vorbild. Doch wo The Ventures nice and clean sind, geben sich The Cadillac Hitmen roh und ungewaschen. "Fistfull Of Amphetamines" oder "Bullwhip" heißen ihre Liedtitel denn auch folgerichtig. Würde man dem Tex-Mex-Cocktail einen Schuss Punk beimischen wären The Cramps nicht weit.

Gleich im darauffolgenden Jahr schicken The Cadillac Hitmen mit "Tri-State Killing Spree" ihr zweites Album auf die sich in der Weite verlierenden Highways der USA. "Bullet Dance" oder "Painted Desert" machen gediegenes Cruisen wieder zur einzig wahren Beschäftigung, während sich der Silberling im Player dreht. 2004 lassen The Cadillac Hitmen mit ihrem dritten Album "Two In The Hat" erstmals auch europäische Surfer-Herzen höher schlagen.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare