Porträt

laut.de-Biographie

The Big Pink

Die Mixtur aus Elektro und Rock stößt bei vielen Eingefleischten Fans beider Lager erst mal auf wenig Gegenliebe. Für The Big Pink hingegen gibt es nichts Schöneres, als die Verschmelzung dieser Kontraste.

Milo Cordell und Robbie Furze sind keine Greenhorns mehr, als sie im Jahr 2007 zusammenfinden, um mit ihret Vorliebe für Elektro-Rock anzugreifen. Robbie war bereits als Gitarrist von Alec Empire unterwegs, und Milo kümmert sich mit Leidenschaft und Inbrunst um die Belange seines eigenen Labels Merok Records.

Zudem kennt man sich seit Ewigkeiten und hat schon viel gemeinsam angepackt: "Wir hatten zwei Platten-Labels, einen Hunde-Ausführ-Service und das Gefühl, eine neue Marmeladensorte auf den Markt bringen zu müssen. Irgendwie hat nichts davon funktioniert", scherzt Milo gerne über die Vergangenheit.

Doch als The Big Pink soll alles anders werden. Die beiden tüfteln und produzieren fortan am Fließband: ein bisschen Shoegazer-Pop, viel Elektro, verzerrte Gitarren und eine Prise Melancholie.

Noch ist nichts veröffentlicht, da sorgt der britische Zweier schon für Furore als intensiver Liveact. Das geht so so weit, dass der NME den Zweier Anfang 2009 als Newcomer des Jahres adelt.

Das Traditionslabel AD4 sieht das ähnlich und nimmt The Big Pink unter Vertrag. Motiviert bis in die Haarspitzen arbeiten Milo und Robbie an ihrem Debüt und präsentieren der wachsenden Anhängerschaft im September 2009 den ersten Longplayer "A Brief History Of Love".

Das Paket kommt gewaltig an, und die nächsten knapp zwei Jahre befindet man sich samt Liveband auf Dauertour um die Welt: "So langsam kommen wir unserem Ziel näher. Wir sind jetzt international. Wir sind jetzt ein Produkt. The Big Pink ist eine Maschine, eine kommerzielle Maschine. Wir rauchen ständig dicke Zigarren und trinken Champagner", freut sich Robbie.

Nach dem Erfolg des Erstlings steigt aber auch die öffentliche Erwartungshaltung. Doch die Insulaner lassen sich nicht unter Druck setzen. Sie kehren 2011 ins Studio in East London zurück, um in aller Ruhe am Zweitwerk zu arbeiten.

Der Rock-Anteil gerät nun zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen präsentieren The Big Pink auf "Future This" (produziert von Paul Epworth) einen Sound, der verstärkt am Rechner entstand: "Es ist keine 180 Grad-Wende, sondern eine konstante Weiterentwicklung, die niemanden verprellen soll", so Robbie.

Die erste Single "Hit The Ground (Superman)" wird bereits Mitte November 2011 via Homepage vorgestellt, und erfreut sich bereits Tage später großer Beliebtheit bei Fans und Kritikern.

Doch trotz des Erfolgs bleiben die beiden Engländer mit den Füßen fest auf dem Boden: "Logisch ist es irritierend, dass plötzlich Menschen in ganz Europa deinen Namen kennen – aber unsere beiden Freundinnen halten uns da schön den Spiegel vors Gesicht, sobald wir ein wenig übermütig werden."

Alben

The Big Pink - Future This: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2012 Future This

Kritik von Kai Butterweck

Ein Indie-Elektro-Snack für zwischendurch. Mehr nicht. (0 Kommentare)

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