Porträt

laut.de-Biographie

Take 6

Wer sich für Gospelmusik begeistert, kommt an Take 6 nur schwer vorbei. Zur Spezialität der US-amerikanischen A-cappella-Formation gehören modernisierte Gospels und Spirituals, egal ob gecovert oder aus eigener Feder. Ihr Stilmix, der zudem Soul, Jazz und R'n'B umfasst, beschert ihnen ein hohes Ansehen bei Kritikern und Publikum. Das schlägt sich in zahlreichen Auszeichnungen, darunter einigen Grammys, nieder.

Dabei beginnt alles ganz bescheiden. Claude McKnight, der ältere Bruder des R'n'B-Sängers Brian McKnight, gründet 1980 ein A-cappella-Quartett. Ort des Geschehens ist das christlichen Oakwood College in Huntsville, Alabama. Die Gruppe übt sich zumeist in Babershop-Gesängen und probt regelmäßig in einem Badezimmer des Studentenwohnheims auf dem Campus. Nur hier findet sich die ideale Akustik.

Bei einer solchen Probe wird Mark Kibble auf die Gruppe aufmerksam. Er hört die Musik aus dem Waschraum und stimmt spontan mit ein. Umgehend wird er als festes Mitglied in die Reihen der Band aufgenommen und singt noch am selben Abend zusammen mit den anderen Jungs ein Konzert.

Es beginnt eine turbulente Zeit voller Veränderungen. Die Gruppe tritt regelmäßig in Kirchen oder auf dem Campus auf und durchlebt ständige Mitgliederwechsel. Schließlich entwickelt sich aus der ursprünglich vierköpfigen Formation ein Sextett. Es besteht aus Claude McKnight (1. Tenor), Mark Kibble (1. Tenor), Mervyn Waren (2. Tenor), David Thmas (2. Tenor), Cedric Dent (Bariton) und Alvin Chea (Bass).

Zusätzlich zu ihren stimmlichen Fähigkeiten, beherrschen die Jungs Instrumente wie Keyboards oder Bass-Gitarre. So können sie sich, falls nötig, stets selbst begleiten.

Als die Musiker ein Tape an die Plattenfirma Warner Brothers schicken, bietet man ihnen prompt einen Vertrag an. Sie ändern ihren Namen von Alliance in Take 6 und veröffentlichen 1988 ihr selbstbetiteltes Debüt. Darauf finden sich Traditionals und Eigenkompositionen.

Die Aufnahmen bescheren der Band drei Grammys und zahlreiche weitere Auszeichnungen. Der Erfolg ermöglicht Kooperationen mit Künstlern wie Stevie Wonder oder Quincy Jones. Auch der zweite Streich "So Much 2 Say" aus dem Jahr 1990 verkauft sich blendend.

Ein Jahr später verlässt Mervyn Warren die Gruppe, um eine Laufbahn als Produzent einzuschlagen. An seine Stelle tritt Marks jüngerer Bruder Joey Kibble. Weitere Veröffentlichungen, darunter Interpretationen von Jazzstandards, sorgen über Jahre hinweg für Begeisterung und gute Verkaufszahlen.

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