Porträt

laut.de-Biographie

Supertramp

Sponsor: englisch für Bürge oder Schirmherr. Bezeichnet jemanden, der (vor allem im Berufssport) andere finanziell unterstützt.

Supertramp - Live In Paris '79
Supertramp Live In Paris '79
Welcher Irre lässt sich so etwas entgehen?
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Ein Exemplar dieser Spezies ist entscheidend mitverantwortlich dafür, dass Supertramp über das Stadium einer fixen Idee hinaus gekommen sind. Jener Sponsor hört auf den Namen Stanley August Miesegaes. Im Jahr 1969 animiert er den Keyboarder Rick Davies, den er in München bei der Combo The Joint spielen sieht und hört, doch eine eigene Band zu gründen. Um die Finanzen wollte sich "Stan" kümmern. Der komische Bandname stammt vom Buchtitel "The Autobiography Of A Supertramp" von W.H. Davies, und für die erste Phase der Bandgeschichte passt der Name fast perfekt.

Davies findet in London per Zeitungsannonce Roger Hodgson, und zusammen mit ein paar anderen Musikern und Miesegaes' Geld im Rücken nehmen sie zwei Alben auf, die kolossal floppen. Aufgrund dieser Enttäuschung lösen sich Supertramp schon 1973 wieder auf und ihr Gönner zieht sich zurück.

1974 finden Davies und Hodgson jedoch wieder zusammen und spielen mit Bob Benberg, John Helliwell und Dougie Thomson "Crime Of The Century" ein, das nicht zuletzt wegen enormer Werbeaktivitäten den Sprung in die Verkaufscharts in Europa schafft. Von ihren Progressiv-Rock-Wurzeln haben sie sich nun etwas entfernt und spielen jetzt einen weitaus poporientierteren Rock. Mit Davies pathetischen Pianospiel und Hodgsons einprägsamer Stimme sind auch Supertramp auf der Suche nach dem idealen Popsong.

Mit den Alben "Crisis? What Crisis?" und "Even In The Quitest Momens" können sie den ersten Erfolg ausbauen und gehören in Europa schon zu den bekannteren Acts, bevor mit dem 1979er Album "Breakfast In America" endgültig die Luzie abgeht und Supertramp ein Fall für die Stadien dieser Welt werden. Mit Evergreens wie "Logical Song", "Goodbye Stranger", dem Titeltrack und "Take The Long Way Home" haben sie ohne Zweifel Musikgeschichte geschrieben. Über 18 Millionen Mal kann sich die Platte verkaufen und die Frage steht im Raum, ob das noch zu steigern ist.

Die Antwort lautet nein. Das sich anschließende Live-Album "Paris" verkauft sich zwar sehr sehr gut, aber in der Folge geht es dann ergab. Trotz der erfolgreichen Single "It's Raining Again", kann "Famous Last Words", das noch poppiger ausgefallen ist, keine entscheidende Scheibe Wurst vom Teller ziehen. Nichtsdestotrotz geht die Band wieder auf ausgedehnte - und größtenteils ausverkaufte - Tour. Für Hodgson ist diese Tournee der Abschied von Supertramp. Solo kann er aber ebenso wenig an die alten Glanzzeiten anknüpfen, wie die übrigen vier Bandmitglieder, die weiterhin unter dem Namen Supertramp firmieren. Auch wenn Davies immer gleichberechtigter Songschreiber und Sänger war, so konzentrierte sich doch viel auf Hodgsons Person und mit seinem Abgang nimmt auch die Qualität der Outputs ab.

So musizieren beide Parteien munter weiter, bis Supertramp 1988 in die ewigen Jagdgründe eingeht, nur um 1997 von Davies wieder reanimiert zu werden.

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