Porträt

laut.de-Biographie

Spinal Tap

"Over 25 years, 22 name changes, 18 albums and 13 drummers, Tap has stood for the three essentiales of rock: loudness, vulgarity and a pinch for evil."

2009 jährt sich zum 25. Mal das Erscheinen einer der wichtigsten Rockumentaries der Hard-Rock-Geschichte: "This Is Spinal Tap!" Seit 1984 lacht und leidet die Musik-Welt mit David St. Hubbis (Michael McKean), Nigel Tufnel (Christopher Guest) und Derek Smalls (Harry Shearer), den Mitgliedern der britischen Spandex-Metal-Band Spinal Tap.

Eine Band, die bereits viele Jahre dick im Geschäft ist, Rock'n'Roll lebt und sich für den Nabel der Welt hält - aber der das Pech an den Stiefeln klebt.

Die Mitglieder von Spinal Tap erleben den Alptraum einer jeder Band, eines jeden Künstlers: das Scheitern des Managements, Versagen des Equipments und Pannen am laufenden Band. Spinal Tap – eine Band, die es eigentlich gar nicht gibt – avanciert im musikalischen Bereich zum Inbegriff des Missgeschicks.

Die amerikanischen Schauspieler und Comedians Michael McKean, Christopher Guest und Harry Shearer hauchen für ein Comedy-Special des Kanals ABC, 1978 ihrem Alter Ego Spinal Tap Leben ein und erarbeiten Anfang der 1980er mit Regisseur Rob Reiner die Kinofilm-Adaption. Lediglich ausgestattet mit einem Handlungsleitfaden, improvisieren die drei Komiker ihre Rollen und perfektionieren ihr Zusammenspiel miteinander und der Kamera derart, dass viele Zuschauer dies für reale Geschehnisse halten.

Während ein Erfolg an der Kinokasse ausbleibt, steigt ihre Bandgeschichte auf Video-Tape zum Kultfilm auf. Missgeschicke wie das endlose Suchen des Bühnenaufganges, ein zu klein geratenes Bühnenbild, sich nicht öffnen wollende Kokons während des Live-Sets oder explodierende Schlagzeuger werden zum Markenzeichen der Pannen-Band.

Rob Reiner thematisiert in seiner Mockumentary sämtliche Hair-Rock-Klischees wie geschmacklose Outfits und Songtexte, Heavy Metal-Umlaute auf dem Bandnamen, endlos posende Rocker oder durchgeknallte Gefolgsmänner.

Reiner zitiert dabei gekonnt die Bandgeschichte legendärer Truppen wie The Beatles, The Who, Led Zeppelin oder Judas Priest.

Ob als Fan der Band oder des Casts, die Anhängerschaft wächst und fordert mehr. Was als Gag begann, nimmt ernste Züge an: Spinal Tap veröffentlichen den Soundtrack zum Film und damit eigene Kompositionen des Schauspieler-Trios McKean/Guest/Shearer. So verlässt die Band den fiktiven Raum und hält Einzug in den (Musik)-Alltag.

Für Musiker und Musikbesessene wird das fehlerlose Zitieren von Songzeilen und Band-Weisheiten wie "These go to eleven" oder "As long as there is sex and drugs I can do without the rock'n'roll" zur Zungenübung.

Die fiktive Bandhistorie startet in den späten 1960ern während der Flower-Power-Ära und endet 1982, ganz klassisch, durch Band-internen Twist im Nieten- und Lederzeitalter. Die Doku "This Is Spinal Tap" erzählt anhand Momentaufnahmen und Flashbacks die Geschichte der Gruppe. Im Zentrum stehen die Gründungsmitglieder Nigel (Guest), David (McKean) und Derek (Shearer).

Sie erleben eine gemeinsame Berg- und Talfahrt im Showbusiness, sie streiten, feiern und leiden miteinander, durchlaufen unzählige Mitgliederwechsel, experimentieren mit ihrer musikalischen Ausrichtung, trennen und versöhnen sich, stehen vor ausverkauftem Haus oder werden ausgepfiffen. Inszeniert und umgesetzt im Stile von Monty Python, hangelt sich die Band durch jedes 80er-Jahre-Rock-Klischee, das dem Lifestyle innewohnt.

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