Porträt

laut.de-Biographie

So So Modern

Der normalsterbliche Europäer hat wohl so seine Schwierigkeiten, wenn er den neuseeländischen Ort Wellington auf einer Landkarte zeigen soll. Das hat seine Gründe, denn außer Schafen, grünen Wiesen und Horden von Backpackern hat der Ort nicht viel zu bieten.

So So Modern - Crude Futures
So So Modern Crude Futures
Vom New Rave-Hype in die Traufe.
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Kein Wunder also, dass sich das Quartett So So Modern im Jahr 2007 (ungefähr zwei Jahre nach seiner Gründung) dazu entschließt, der Stadt mitsamt ihrem chaotischen New Wave-Punk den Rücken zu kehren. In Neuseeland sind sie zu diesem Zeitpunkt schon ein Live-Geheimtipp und teilte sich dort die Bühne mit CSS und Deerhoof auf deren Tournee am anderen Ende der Welt. Mit einer geballten Portion DIY-Ethik geht es dann über den großen Teich, um überall zu spielen, wo es eine Steckdose gibt.

Mit dieser Strategie erarbeiten sich So So Modern hart aber fair eine stetig wachsende Fanbase und mausern sich in Underground-Kreisen zum "act to watch". Die vier Neuseeländer touren durch Amerika, England und Europa und begeistern mit hysterischem Geschrei und poppigen Geknüppel jenseits des 4/4-Takts. In Deutschland sind sie gefeierter Support-Act der ähnlich DIY-veranlagten The Robocop Kraus.

Selbstverständlich hat die englische Hype-Maschine um die Magazine Artrocker und NME schon längst ihre Fühler ausgestreckt und pusht die Band weiter in die Öffentlichkeit. Im Zuge eines Auftritts beim texanischen SXSW-Festival stolpert auch der BBC-Star-DJ Steve Lamacq über So So Modern und holt die (wie er sie tauft) "Kiwi Klaxons" in seine Show. Auch das Ende des New Rave-Hypes hält das Quartett nicht davon ab, weiter Platten zu produzieren.

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