Porträt

laut.de-Biographie

She Wants Revenge

"Wir wollten eine Platte machen, zu der die Mädchen tanzen und weinen können", befindet She Wants Revenge-Sänger Justin Warfield über das Debütalbum seiner Gruppe. Kollege Adam Bravin ergänzt: "Oder beides." Auftrag ausgeführt, denn tatsächlich ist beides sehr gut machbar, auch als männlicher Musikfan.

Zwar lassen die schwer vernebelten Wave Pop-Klänge des Duos analog den Sound-Vorbildern Joy Division und Depeche Mode auf britischen Ursprung schließen. Doch auch im sonnigen Kalifornien konnte man Mitte der 80er Jahre deren Platten erstehen, was Warfield und Adam 12, wie sich Bravin nennt, auch fleißig taten. Hinzu kamen Platten der Smiths, Psychedelic Furs und natürlich jede Menge Prince und Madonna.

Irgendwann im Jahr 2005 laufen sich Sänger und Gitarrist Warfield und Keyboarder Bravin in Los Angeles über den Weg und entdecken ihre gemeinsame musikalische Vergangenheit. Wobei eine nette Anekdote nicht totzukriegen ist, jene nämlich, dass Bravin, der sich bekanntlich Adam 12 nennt, identisch mit der Person ist, die als Adam 12 in der L.A.-Crossoverband Powerman 5000 zu Ruhm gelangte. Das US-Label von She Wants Revenge dementiert dies zwar, Powerman 5000 jedoch nicht.

Pikanterweise erhalten Warfield und Bravin auch schon relativ früh in ihrer Karriere Schützenhilfe von einer Person, die mit Powerman 5000 schonmal auf Tournee war: Fred Durst, Fronter von Limp Bizkit. Redcap hört erste Demos der Gruppe und verhilft ihnen über sein Flawless-Label zu einem Deal mit Geffen Records. Wer hätte wohl gedacht, dass man Fred auch mit Synthie-Pop kriegt?

Wer auch immer nun hinter Adam 12 steht, die Musik von She Wants Revenge hat derlei Verschwörungstheorien nicht nötig. Gleich auf die erste Single "Out Of Control" stürzen sich 2005 die Westcoast-Radiosender KCXX und KROQ und bereits bei "Tear You Apart" meldet Johnny Cash-Darsteller Joaquin Phoenix Regie-Interesse.

"Unser Sound ist eine Ergänzung zu der Zeit der späten 70er und frühen 80er Jahre, als die Musik so begeistern konnte, wie niemals zuvor", äußert sich das Duo im Hinblick auf die damalige Punk- und Synthie-Popbewegung und gleichsam in der Hoffnung, den unliebsamen Bandvergleichen der Musikjournaille zu entgehen. Wir möchten trotzdem ergänzen, dass außer den bereits genannten Bands auch Fans von Bauhaus, The Sisters Of Mercy, Interpol und The Bravery ihre Freude an She Wants Revenge haben könnten.

Um live eine größere Power zu entwickeln, holen sich Warfield und Bravin für die Bühnenarbeit Gitarrist Thomas Frogatt und Drummer Scott Ellis hinzu. So schafft man es zunächst mit Electric Six auf die Konzertbühnen. Nachdem die EP "These Things" und vor allem das selbstbetitelte Debütalbum 2006 in die Läden kommen, rufen sogar Depeche Mode und Placebo an. So schnell können Träume wahr werden. In Deutschland spielen She Wants Revenge erstmals bei Rock Am Ring 2006, Ende Juli folgen zwei Clubshows in Köln und Berlin.

Für den 7. Dezember 2007 steht schon der heiß erwartete Nachfolger in den Startlöchern. Auf "This Is Forever" soll erneut düsterer Elektro-Pop regieren und nach Aussage des Duos sind die Zutaten zwar dieselben wie noch auf dem Debütalbum, die Beats aber "zwingender, die Keyboardflächen düsterer und die Geschichten schwärzer." Wir sind gespannt.

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