Porträt

laut.de-Biographie

Seyed

Gangstarap und kein Ende: Seyed Mohammad aus Wiesbaden macht auf seinem Debüt "Engel Mit der AK" 2016 Straßenrap nach Formel, wenn er in typisch betitelten Tracks wie "Cash, Fame & Bitches" das Einmaleins des Genres repliziert.

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So erzählt der Hesse mit iranischen Wurzeln in seinen Texten die übliche Saga von der Kindheit im sozial benachteiligten Wohnblock, abgebrochener Lehre, Drogendealer-Vergangenheit und davon, wie er sich mit Gewalt aus den prekären Verhältnissen "hochgeboxt" haben will.

Juwelierläden sieht Seyed natürlich ausschließlich durch die Sturmmaske, derweil er später im dicken Auto mit noch dickeren Muskeln die vermeintlichen No-Go-Areas Wiesbadens unsicher macht. So weit, so klischeehaft.

Inwieweit Seyed tatsächlich aus so schwierigen Verhältnissen stammt und sich zwischen Rap und Einzelhaft entscheiden musste, bleibt indes unklar. Unklarer noch wird es dadurch, dass der MC ausgerechnet beim in manchen Kreisen als "Fakerapper" verschrienen Kollegah unterzeichnet.

Seyed - Cold Summer
Seyed Cold Summer
Hier wirkt selbst Frauenverachtung juvenil und hilflos.
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Im Frühjahr 2016 gibt selbiger die Gründung seines Labels Alpha Music Empire bekannt. Seyed Mohammad ist sein erstes Signing. Als Kollegah-Zögling versteht jener sich selbstredend hervorragend auf Hantelbank-Arithmetik und featuret Kollegen wie Farid Bang oder den Gangstagenossen Kurdo.

Die Fans stört das Genre-Malen-nach-Zahlen kaum: Bei Amazon landet die LP-Premiere auf den vordersten Rängen. Und schon im allerersten Track von "Engel Mit Der AK" schmiert uns Seyed seinen Triumph fingerdick aufs Brot: "Ich hab' es geschafft, jetzt hab' ich 'nen Labeldeal." Auf dicke Hose macht Seyed auch auf seinem zweiten Album "Cold Summer" (2017).

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Seyed - Cold Summer: Album-Cover
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2017 Cold Summer

Kritik von Yannik Gölz

Hier wirkt selbst Frauenverachtung juvenil und hilflos. (0 Kommentare)

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