Porträt

laut.de-Biographie

Sambassadeur

Skövde, Idyll zwischen Göteborg und Stockholm, rühmt sich für seine in den Achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegründete Hochschule und als kleines Drehkreuz zwischen den größten Städten Schwedens. So weit so unspektakulär, doch für die Unterhaltung sorgen neben einer Erstliga-Handballmannschaft die Einwohner selbst.

In einem Land, das die musikalische Früherziehung preist, liegt der Schritt zur Gründung einer Band nahe und selbiges geschieht an einem tristen Herbstabend 2003. Anna Persson (Gitarre, Gesang), Daniel Permbo (Gitarre, Gesang), Joachim Läckberg (Gitarre) und Daniel Tolergård (Bass) finden sich in einer Studenten-WG ein und versüßen fortan ihren Alltag mit feinem Twee-Pop und Lo-Fi-Euphorie aus dem Schlafzimmer.

Die Tracks stammen zum Großteil von Anna und Joachim und kursieren nach kurzer Zeit in schwedophilen Kreisen. Vom Song "Les Sambassadeurs" des verblichenen Serge Gainsbourg (zu finden auf dem 1964 veröffentlichten "Gainsbourg Percussions") leiht sich das Quartett den Namen Sambassadeur und nimmt Kontakt zu Labrador Records auf.

Dank der Hymne "Between The Lines" verwirft das Stockholmer Label die ursprünglichen Veröffentlichungspläne, bindet die Kleinstadtmusiker an sich und bringt den Song 2005 zusammen mit drei weiteren "Killertracks" auf der "Between The Lines"-EP auf den Markt. Kurz darauf liegt EP Nr. 2 "New Moon" in den Läden und im gleichen Jahr legen Sambassadeur das selbstbetitelte Debütalbum nach.

Darauf verneigen sich die passionierten Shoegazer musikalisch vor Bands wie The Velvet Underground, Belle & Sebastian, Magnetic Fields oder den Go-Betweens und mit dem Cover "La Chanson De Prévert" erneut vor Gainsbourg.

Die damals schon populäre Welle des Synthie-Pop erreicht einen kleinen Höhepunkt in der Heimat und spült die Band für ein paar Konzerte sogar bis nach Deutschland. 2006 lassen die vier mit der "Coastal Affairs"-EP erneut von sich hören. Das darauf enthaltene "Kate" rotiert bis in die Indie-Discotheken und The Bats aus Neuseeland erfreuen sich am Cover ihres "Claudine".

Nach einer gefühlten Ewigkeit erscheint im Herbst 2007 das Zweitwerk "Migration" in Schweden. Die neun Stücke dazu nehmen die Schweden im Juli/August erstmals in einem Studio mit Mattias Glavå (Dungen, Broder Daniel, Håkan Hellström) an den Reglern auf.

Das obligatorische Cover stiften dieses Mal die Beach Boys mit ihrem nicht veröffentlichten "Falling In Love". Für die folgenden Konzerte setzt sich Max Sjöholm (Douglas Heart) an das Sambassadeur-Schlagzeug. In Deutschland erscheint das Album im Januar 2008.

Alben

Sambassadeur - Migration: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 Migration

Kritik von Oliver Lambrecht

Anstelle einer Sonne strahlt der Twee-Pop. (0 Kommentare)

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