Porträt

laut.de-Biographie

Roy Paci & Aretuska

Wer glaubt, dass Trompetenunterricht in der Kindheit automatisch in irgendeiner langweiligen volkstümlichen Blaskapelle enden muss, wird von Roy Paci eines Besseren belehrt. Abgesehen von der sizilianischen Herkunft und der deutlich antirassistischen Einstellung kann man den 1969 geborenen Musiker wohl als wahren Tausendsassa beschreiben, der meist an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet.

Die musikalische Vielfalt hierbei reicht denn auch von Prozessionsmärschen, die er mit seiner Banda Ionica aufnimmt, bis hin zu Ska-Stücken, mit denen er über die internationalen Bühnen brettert. Mit der ständig wechselnden, bis zu zehn Mann starken Formation Roy Paci & Aretuska (antiker Name der sizilianischen Stadt Syrakus) bläst er zum Angriff gegen eingefahrene Stilvorstellungen.

Die wilde Melange aus Ska, Mambo, Swing, Jazz, Reggae und vielem mehr widersetzt sich der Stil der Band eindeutigen Zuschreibungen. Er lässt sich wohl am ehesten als "Mestizo" bezeichnen.

Covert die 1999 gegründete und ausschließlich mit Sizilianern bestückte Band anfangs noch Ska- und Rocksteady-Stücke von Größen wie den Skatalites oder dem New York Ska Jazz Ensemble, verordnet Frontmann Rosario Paci im Jahr darauf erstmals einen Studioaufenthalt. Dass er persönlich erst kurz zuvor auf Tour mit Manu Chao als Radio Bemba Soundsystems-Trompeter unterwegs ist, sollte dem anschließenden Album "Baciamo Le Mani" nicht geschadet haben.

Den guten Kontakten von früheren Kollaborationen dürfte es auch geschuldet sein, dass sich bereits auf dem Erstling illustre Gäste von Bands wie Macaco, Africa Unite oder den Landsleuten von der 99 Posse tummeln.

Es folgen Auftritte bei internationalen Festivals, etwa dem Summerjam. Mit "Tuttapposto" wird 2003 ein zweites Album nachgelegt, das Roy Paci & Aretuska auf einer Europa-Tournee vorstellen. "Parola d'Onore" folgt erst 2005 mit einem Geleitwort von Seeed. Die Scheibe präsentiert sich musikalisch vielseitig und ausgereift.

Weitere zwei Jahre später veröffentlichen die gerne im Mafiosi-Outfit auftretenden Sizilianer den viertes Longplayer. Auf "Suonoglobal"geben sich wieder prominente Gäste wie Manu Chao, das Sud Sound System oder Bandabardo die Ehre.

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